9,2 Mrd. Euro Schaden
Hochwasser-Schadenssumme steht fest

Die Hochwasserkatastrophe im August 2002 richtete an Elbe und Donau nach Angaben der Bundesregierung einen Schaden von etwa 9,2 Mrd. Euro an. Die am Mittwoch in Berlin vom Bundesinnenministerium veröffentlichte vorläufige Schadensbilanz liegt damit deutlich unter den ersten Annahmen.

HB/dpa BERLIN. Die überwiegend geschätzten Zahlen wurden auf der Grundlage von Meldungen der Länder sowie Erhebungen des Bundes ermittelt. "Wir verfügen damit nun erstmals über eine Bilanz, die auf Erhebungen in den betroffenen Gebieten zurückgeht und damit ein realistisches Bild der durch das Hochwasser angerichteten Schäden in Deutschland zeichnet", sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD). Die damalige Innenstaatssekretärin war im August zur Leiterin des Katastrophenstabes der Regierung berufen worden.

Die mit Abstand größten Schäden erlitt Sachsen. Doch die jetzt genannten 6 Mrd. Euro liegen um mehr als die Hälfte unter der ersten Schätzung von 15 Mrd.. Für die anderen Ländern ermittelt die vorläufige Schadensbilanz folgende Zahlen: Sachsen-Anhalt 900 Mill. Euro, Bayern 200 Mill., Brandenburg 200 Mill., Niedersachsen 140 Mill., Thüringen 60 Mill., Mecklenburg- Vorpommern 40 Mill., Schleswig-Holstein 6 Mill..

Die Schäden bei der Bahn AG, an Bundesautobahnen, Bundesstraßen, Bundeswasserstraßen und bundeseigenen Liegenschaften beziffert der Bericht auf rund 1,6 Mrd. Euro. In den Privathaushalten summierten sich die Schäden auf 2,1 Mrd. Euro, in der gewerblichen Wirtschaft auf etwa 1,7 Mrd. Euro. Im Bereich der staatlichen Infrastruktur verwüsteten die Fluten Werte im Umfang von 3,4 Mrd. Euro. Die Landwirte waren mit 290 Mill. Euro betroffen.

Für den Schadensausgleich stellen der Bund und die Länder einschließlich ihrer Gemeinden mit dem Fonds Aufbauhilfe 7,1 Mrd. Euro zur Verfügung. Hinzu kommen noch bei der EU beantragte Mittel sowie Spenden und Versicherungsleistungen.

Für die Behebung der Flutschäden hat die Bundesregierung bisher rund 700 Mill. Euro zur Verfügung gestellt. Bereits ab dem 16. August 2002 wurden in einem ersten Schritt den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten insgesamt 78,5 Mill. Euro überwiesen. Danach gab die Regierung aus dem Fonds Aufbauhilfe erste Bundesmittel im Umfang von 456,8 Mill. Euro zur Auszahlung vor Ort frei. Weitere 125 Mill. Euro stehen über Programme der Bundesanstalt für Arbeit zur Verfügung. Hinzu kamen noch weitere Mittel. Außerdem übernahm der Bund die mehr als 186 Mill. Euro, die der Einsatz der 73 000 Helfer des Technischen Hilfswerks, des Bundesgrenzschutzes und der Bundeswehr gekostet hat.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%