90 Öko-Betriebe wurden gesperrt
Ministerium: Ausmaß des Nitrofen-Skandals nicht abzusehen

Das ganze Ausmaß des Nitrofen-Skandals ist immer noch nicht abzusehen. Aus der verseuchten Lagerhalle in Malchin (Mecklenburg-Vorpommern) seien insgesamt fast 50 Getreidelieferungen in Tranchen von 25 Kilogramm bis zu 28 Tonnen an etwa 18 Empfänger gegangen, sagte am Freitag der Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium in Berlin, Alexander Müller (Grüne).

dpa BERLIN. Das Ministerium will die EU-Kommission über den Sachstand im Nitrofen-Skandal informieren. Einen Gesamtüberblick über die Menge der bislang zurückgerufenen Bio-Produkte gebe es noch nicht. Bundesweit seien 90 Öko-Betriebe gesperrt worden.

Zwei Lieferungen von jeweils 4 000 Masthähnchen seien zudem Ende März und Anfang April nach Holland zur Schlachtung gegangen und das Fleisch dann in Deutschland eingefroren worden. Es gebe bisher aber keine Analyse-Ergebnisse, die eine Belastung mit Nitrofen bestätigten, sagte Müller. Die Mastbetriebe seien vom Futtermittelhersteller GS agri beliefert worden, der das verseuchte Getreide verarbeitet hatte.

Die Suche nach den Quellen der Verseuchung von Bio-Futter durch das Krebs erregende Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen konzentriert sich weiter auf eine Lagerhalle in Malchin (Mecklenburg-Vorpommern) und den Futterhersteller GS agri.

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