90 Prozent des Umsatzes durch Beraterinnen erzielt
Avon verkauft künftig auch in US-Kaufhäusern

afp NEW YORK. Die Kosmetik-Firma Avon, weltweit durch ihren Tür-zu-Tür-Verkauf bekannt, will ihre Artikel künftig auch in US-Kaufhäusern an die Frau bringen. Der Vertrieb der neuen "exklusiven Produktlinie" werde den Avon-Beraterinnen aber keine Konkurrenz machen, sagte Firmensprecher Victor Beaudet heute in New York. Die Avon-Läden in den Kaufhausketten Sears Roebuck und J.C. Penney sollen im zweiten Halbjahr 2001 öffnen und 20 Millionen Kundinnen ansprechen, die von den Vertreterinnen nicht erreicht werden. Laut "Wall Street Journal" plant Firmenchefin Andrea Jung eine ähnliche Strategie auch für andere Länder, in denen Avon-Beraterinnen aktiv sind.



Die Zeitung schätzt, dass die neue Verkaufsstrategie dem Unternehmen bis 2004 zusätzliche Einnahmen von 300 Millionen Dollar (umgerechnet 687 Millionen Mark) bringen könnte. Bislang erzielen die Avon-Beraterinnen noch mehr als 90 Prozent des Umsatzes. Doch gerade jüngere Frauen sind in den USA heutzutage seltener zu Hause und öffnen nicht gerne Fremden die Tür.



Schon heute existieren in US-Einkaufszentren gesonderte Avon-Kioske, die allerdings zum großen Teil in der Hand von Avon-Vertreterinnen sind. Die Kosmetikartikel der Firma werden seit 1886 von Tür zu Tür verkauft. In den USA sind eine halbe Million so genannte Avon-Ladies tätig; weltweit sind es drei Millionen in 137 Ländern.

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