"A Beautiful Mind" bester Film
Oscars für Washington und Berry

Die 74. Oscar-Nacht wurde zu einem Fest für die schwarzen Stars von Hollywood. Mit Denzel Washington und Halle Berry sind zum ersten Mal in der Oscar-Geschichte zwei afroamerikanische Schauspieler als beste Darsteller ausgezeichnet worden.

dpa HOLLYWOOD. Einer der Wegbereiter der beiden farbigen Oscar-Preisträger, der 75 Jahre alte Sidney Poitier, erhielt von der Academy einen Ehren-Oscar für seine "herausragende Schauspielkunst, für Intelligenz, Würde und Stil".

Bester Film des Jahres wurde "A Beautiful Mind" von Ron Howard, der auch als bester Regisseur den Oscar erhielt. Insgesamt sammelte "A Beautiful Mind" vier Preise, ebenso wie das Fantasy-Abenteuer "Der Herr der Ringe". Der erste Teil der Film-Trilogie von Peter Jackson erhielt Oscars in den Nebenkategorien Kamera, Filmmusik, Special- Effekte und Makeup.

Halle Berry nahm den Oscar für ihre hoch dramatische Leistung in dem Film "Monster's Ball" völlig fassungslos unter Tränen entgegen. Sie ist die erste farbige Frau mit einem Hauptrollen-Oscar überhaupt. Ihr Kollege Denzel Washington wurde für seine Leistung in dem Thriller "Training Day" ausgezeichnet. Er hat bereits 1990 eine goldene Statue als Nebendarsteller erhalten.

Noch zu Beginn der Zeremonie im neuen Kodak-Theater in Hollywood hatte die schwarze Komikerin Whoopi Goldberg als Moderatorin der weltweit übertragenen Show bittere Scherze über die Diskussionen um Rassendiskriminierung in Hollywood gemacht: "Da ist in diesem Jahr so viel Dreck geschleudert worden - jetzt sehen alle Nominierten schwarz aus."

Der vollständig Computer-animierte Film "Shrek - Der tollkühne Held" wurde von der amerikanischen Filmkunst-Akademie in der neu geschaffenen Kategorie bester Animationsfilm ausgezeichnet. Die Kriegssatire "No Man's Land" (Niemandsland) aus Bosnien-Herzegowina ist die beste nicht-englischsprachige Produktion des Jahres.

Der deutsche Filmemacher Johannes Kiefer ging in Hollywood leer aus. Der 36-Jährige war mit seinem 11-Minuten-Werk "Gregors größte Erfindung" in der Kategorie Bester Kurzfilm nominiert.

Zwei Oscars für Kostüme und Ausstattung gab es für das Musical "Moulin Rouge". Die Auszeichnungen für die besten Nebendarsteller gingen an den Briten Jim Broadbent («Iris») und die US-Amerikanerin Jennifer Connelly, die in "A Beautiful Mind" den australischen Superstar Russell Crowe beinahe an die Wand spielt.

Nach den Anschlägen vom 11. September stand die Nacht der Stars unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Zur Erinnerung an Manhattan vor den Terrorattacken stellte der Regisseur Woody Allen einen bewegenden Zusammenschnitt der schönsten Filmszenen aus New York vor. Allen, der den Oscar-Zeremonien bisher stets fern geblieben ist, wurde vom Publikum mit Standing Ovations begrüßt.

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