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A. Josef Lederer: Mit Ochs und Esel nach Japan

Das Handelsblatt Weekend Journal im Gespräche mit A. Josef Lederer, Kommunikationschef der Schenker Deutschland AG.

Handelsblatt: Ist Weihnachten für Sie ein Saisongeschäft?

Schenker: Ja, klar! Schon allein wegen der vielen Nachbestellungen in dieser Zeit - nicht nur für Sterne aus China.

Könnten Sie auch einen Christbaum an den Südpol bringen?

Bestimmt. Da lassen wir uns was einfallen.

Erinnern Sie sich an ein besonders schönes Geschenk, ermöglicht durch Schenker?

Ist gerade passiert. Da wäre ein Gastspiel aus Hanau, der Stadt der Brüder Grimm, in der Partnerstadt Tatori in Japan beinahe am leeren Stadtsäckel gescheitert. Da haben wir kurzerhand was organisiert. Die japanische Fluggesellschaft ANA hat den Flug übernommen, und wir haben als Sponsor das Bühnenbild der Bremer Stadtmusikanten nach Japan gebracht - samt Ochs und Esel.

Transportieren Sie öfter lebendige Geschenke?

Klar, deutsche Schäferhunde, einen Panda oder ein Nashorn für einen Zoo, auch schon mal Milchkühe für den Aufbau einer Milchproduktion in einem Entwicklungsland.

Was war das Größte, was sie je geliefert haben?

Es ist ja nicht nur die Lieferung, sondern auch der Weg ans Ziel. Als wir mal eine Turbine nach Indien gebracht hatten, mussten wir ein komplettes Skidorf evakuieren, weil das im Weg war.

Und die kleinste Lieferung?

Wir transportieren ja viel Mode rund um die Welt. Da brechen in den Produktionsländern schon mal die speziellen Nadeln in den Nähmaschinen ab. Auch da sorgen wir für Nachschub.

Sie transportieren sicher oft sehr wertvolle Güter, zum Beispiel Kunstwerke nach Übersee. Fallen da nicht hohe Versicherungen an?

Wir haben gerade im Rahmen einer Wanderausstellung eine komplette Rembrandt-Ausstellung aus Japan ins Städel nach Frankfurt gebracht. Deren Wert? Unbezahlbar!

Der Weihnachtsmann kommt ja gewöhnlich mit dem Schlitten. Ist Schenker auch schon mal auf ungewöhnlichen Fährten oder mit ungewöhnlichem Gefährt unterwegs?

In Indien bewältigen wir den dortigen Stadtverkehr per Rikscha.

Bis wann nehmen Sie Aufträge für Weihnachtsgeschenk-Lieferungen an?

Wir liefern auch am 24. Dezember noch aus.

Und was kriegt Schenker so geschenkt?

Außer dem Vertrauen unserer Kunden auch hoch geschätzte Auszeichnungen und: immer wieder neue Aufträge.

Die Fragen stellte Inge Hufschlag.

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