A3 wird im Inland gebaut
Neues Arbeitszeitmodell bei Audi

Der Autobauer Audi hat sich mit dem Betriebsrat auf neue Arbeitszeitmodelle für den langfristigen Erhalt der Arbeitsplätze in Deutschland geeinigt. Eine Rahmenvereinbarung zur künftigen Personalpolitik sei bereits geschlossen, teilte die Audi AG (Ingolstadt) am Montag mit.

HB/dpa INGOLSTADT. Nach Angaben der IG Metall ist ein Ergebnis der Einigung, dass der neue A3-Fünftürer in Ingolstadt gebaut wird. Audi beschäftigt in seinen deutschen Werken in Ingolstadt und Neckarsulm rund 44 000 Mitarbeiter.

Für den Bau des neuen sportlichen A3-Fünftürers war auch das VW - Werk in Mexiko im Gespräch. Damit wären nach Gewerkschaftsschätzung bis zu 2000 Arbeitsplätze am Standort Ingolstadt sowie weitere Stellen bei Zulieferern gefährdet gewesen. Die Entscheidung für Ingolstadt sei daher ein wichtiges Signal. "Statt zu jammern, wie schwierig es ist, wünsche ich mir bei vielen anderen Arbeitgebern mehr Mut, dem positiven Beispiel von Audi zu folgen und Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen", sagte Bayerns IG Metall-Chef Werner Neugebauer. An der Flexibilität von Tarifverträgen und Belegschaften sei noch keine Standortentscheidung gescheitert.

Die Details der Vereinbarung sollen laut Audi bis Ende des Jahres geregelt werden. Dabei solle beispielsweise die Möglichkeit individueller Arbeitszeitkonten geschaffen werden. Ziel sei es unter anderem, dass "auch die Investition für ein neuartiges A3 Derivat in Ingolstadt getätigt wird". Ob es sich dabei um den neuen Fünftürer handelt, wollte der Konzern nicht bestätigen.

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