Aachen feiert und träumt von Berlin: Auf der Suche nach der verlorenen Leidenschaft

Aachen feiert und träumt von Berlin
Auf der Suche nach der verlorenen Leidenschaft

Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld hat nach der zweiten Enttäuschung im zweiten Spiel nach der Winterpause seinen lustlosen Profis erste Strafmaßnahmen verpasst: Werbetermine sind vorerst gestrichen. Von einer Krise will Hitzfeld nach der peinlichen Pokal-Pleite in aachen dennoch nicht sprechen.

HB AACHEN. Der erste Titel ist verspielt, die Pokal-Blamage von Aachen bringt Deutschlands erfolgreichsten Fußballclub in eine bedrohliche Schieflage und zieht sofortige Strafen nach sich. Der FC Bayern München hinkt nach dem 1:2 (1:1) im Viertelfinale des DFB - Pokals beim Zweitligisten Alemannia Aachen seinen hohen Ambitionen weit hinterher. "Wenn man weiß, man spielt gegen Real Madrid und fliegt gegen Aachen raus, dann sind die Ansprüche geringer geworden. Bei uns herrschte Trauerstimmung in der Kabine. Wir haben uns blamiert", ließ Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld kein gutes Haar an seinen leidenschaftslosen Profis.

Die Sanktionen kamen prompt. Von sofort an und bis auf unbestimmte Zeit untersagte Hitzfeld seinen Fußballern alle Werbetermine. "Ich habe die Befürchtung, dass einige Spieler zu viele andere Dinge im Kopf haben. Jetzt geht es darum, sich nur noch auf das Sportliche zu konzentrieren", begründete er am Donnerstag in München die Disziplinar-Maßnahme. Das Verbot gilt so lange, "bis wir wieder besseren Fußball spielen". Von einer Krise wollte er nicht sprechen, aber "fünf vor Zwölf" sei es schon. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mahnte Gelassenheit an: "Wir werden nicht nervös." Eine Trainerdiskussion wies Rummenigge strikt von sich. Es gebe keine, weder pro noch kontra Hitzfeld.

Am Tag danach gab sich der Bayern-Coach überzeugt, dass die Mannschaft zumindest den Meistertitel mit Erfolg verteidigen kann. Doch Fußball mit Herz präsentierten vor 20 400 Zuschauern im ausverkauften Tivoli-Stadion nur die "Davids" der unterklassigen Alemannia, die den Cup-Verteidiger und Rekord-Pokalgewinner durch die Tore von Stefan Blank (33.) und Erik Meijer (81.) düpierten. Ein Kopfballtreffer des enttäuschenden Bayern-Spielmachers Michael Ballack (45./+1) zum unverdienten 1:1 und einige gute Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit - mehr hatten die lust- und teilnahmslos wirkenden Münchner nicht zu bieten.

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