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Aachen hofft auf neues „Wunder “ gegen Lille

Mit Euphorie und dem grenzenlosen Optimismus des krassen Außenseiters setzen die Fußball-Profis des Zweitligisten Alemannia Aachen das Abenteuer Uefa-Cup fort.

dpa AACHEN. Mit Euphorie und dem grenzenlosen Optimismus des krassen Außenseiters setzen die Fußball-Profis des Zweitligisten Alemannia Aachen das Abenteuer Uefa-Cup fort.

"Solche Spiele muss man genießen", legt Aachens Kapitän Erik Meijer vor der Partie gegen den französischen Tabellen-Zweiten OSC Lille großen Wert auf den Spaßfaktor. "Bei uns herrscht Euphorie. Wir haben keinerlei Druck und können nur gewinnen", gab Alemannia-Chefcoach Dieter Hecking die Maxime aus: Respekt ja, Angst nein!

Mit Hurra-Fußball und jeder Menge Tore hat der DFB-Pokalfinalist zuletzt viel Selbstvertrauen gesammelt. In Trier gab es ein 4:0, gegen Dresden ein 5:1. Und die internationale Premiere des deutschen Vizemeisters von 1969 mit 5:1 und 0:0 gegen FH Hafnarfjördur aus Island war ebenfalls überzeugend. Hecking setzt gegen Lille auch auf den Adrenalin-Effekt: "Meine Truppe hat gezeigt, dass sie gegen scheinbar übermächtige Gegner über sich hinaus wachsen kann." Das "Wunder von Aachen", von dem die Uefa nach dem 5:1 gegen Hafnarfjördur schrieb, soll weiter gehen.

Doch auf dem Papier ist die Sache klar. Es kann nur einen Sieger geben, und der kann im Prinzip nur Lille heißen. Der OSC,, der sich als UI-Cup-Gewinner für den Uefa-Pokal qualifizierte, hat in der französischen Top-Liga zuletzt sechs Mal hintereinander gewonnen und ist punktgleich mit Meister Olympique Lyon Zweiter. Hecking beobachtete die Mannschaft seines Kollegen Claude Puel beim 2:1 gegen den SC Bastia: "Lille ist ein Spitzenteam mit herausragenden Offensivakteuren", stufte der Aachener Trainer den zweimaligen Landesmeister und fünfmaligen Pokalsieger Frankreichs extrem stark ein.

Allerdings muss Puel im Kölner Rheinenergiestadion, wo Aachen seine Heimspiele austrägt und gegen Lille 25 000 Besucher erwartet werden, auf einen seiner Besten verzichten: Mittelfeldmann Mathieu Chalmé zog sich gegen Bastia Gesichtsverletzungen zu und droht jetzt sechs Wochen auszufallen. Hecking kann Bestbesetzung aufbieten. Auch die zuletzt grippekranken Profis Willi Landgraf und Cristian Fiel sind wieder fit. Damit wächst die Hoffnung, gegen Lille als einziger Zweitligist unter den 40 Clubs der Gruppenphase die Überraschung zu schaffen: "Wir übertrumpfen uns von Spiel zu Spiel", stellte Aachens Verteidiger Alexander Klitzpera nach dem 4:0 in Trier fest.

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