Aachener Computergrafik-Unternehmen erwartet neue Geschäftsfelder
Elsa setzt auf Vernetzung mit dem Internet

Reuters DÜSSELDORF. Der Anbieter von Internet-Zugangs- und Computergrafiklösungen Elsa AG setzt auf die Vernetzung der Haushalte mit dem Internet und erwartet aus diesem neuen Geschäftsfeld mittelfristig kräftige Umsatzsprünge. "Wir werden den Haushalten den Empfang von digitalem Fernsehen oder das Telefonieren über das Internet ermöglichen und bis 2003 einen zusätzlichen Umsatz von rund 300 Mill. Euro erreichen", sagte Elsa-Chef Theo Beisch am Freitag in Düsseldorf. Mit der Neuausrichtung reagiere die Aachener Firma auf das weiter schwierige Marktumfeld im Computerbereich. Im Geschäftsjahr 2000 erzielte Elsa eigenen Angaben zufolge nach kräftigem Wachstum im Ausland einen Rekordumsatz und steigerte auch die Erlöse.

Elsa-Aktien fielen um 5 %

Die am Neuen Markt notierte Elsa-Aktien gaben bis zum Nachmittag in einem schwachen Gesamtmarkt über 5 % auf 8,70 Euro ab

.

Knapp jeder fünfte der rund 150 Mill. europäischen Haushalte wird nach Angaben von Beisch in den kommenden vier bis fünf Jahren vom heimischen drahtlosen Internetanschluss seine Multimediaaktivitäten steuern. Die Vision des Elsa-Chefs: Über ein handliches Steuergerät werde der Videorekorder programmiert oder die Musiksammlung über das Internet auf den neuesten Stand gebracht. Dieses Steuergerät für den multimedialen Internetempfang mache in Zukunft zudem auch die Vielzahl von Fernbedienungen für die einzelnen Geräte überflüssig. Für diese Entwicklung sei Elsa mit der Produktpalette gut gerüstet, sagte Beisch.

2001 und in den Folgejahren plane die Aachener Firma "eine konservative Steigerung des Umsatzes sowie die Konzentration auf eine weitere Verbesserung der Ertragslage". Der Elsa-Chef sagte, darunter verstehe er ein Wachstum von 25 bis 30 % beim Konzernumsatz. Die Umsatzrendite will er von derzeit 0,5 % auf fünf Prozent steigern. Elsa werde die Expansion aus eigener Kraft finanzieren. Zukäufe stünden nicht auf der Tagesordnung, sagte Beisch.

Umsatz stieg um 58 %

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz vor allem durch das Wachstum im Ausland den Angaben zufolge um 58 % auf 361 Mill. Euro. Trotz hoher Anlaufaufwendungen für die regionale Expansion sei 2000 ein Konzernjahresüberschuss von 1,2 Mill. Euro erzielt worden nach einem Verlust im Vorjahr von 4,4 Mill. Euro. Das Ergebnis pro Aktie habe sich auf plus 0,11 Euro von minus 0,42 Euro verbessert. Beim Betriebsergebnis sei ein Gewinn von 8,2 Mill. Euro erreicht worden nach einem Verlust von 7 Mill. Euro im Jahr zuvor.

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