Ab 2002 soll es wieder bergauf gehen
BMF: Wirtschaftliche Schwäche wird bald überwunden sein

Die Risiken für die Konjunkturentwicklung sind größer geworden, die wirtschaftliche Schwäche wird dennoch bald überwunden sein. Mit dieser Einschätzung kommentiert das Bundesfinanzministerium (BMF) am Donnerstag die Zahlen zum deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal und zeigt sich zuversichtlich, dass im nächsten Jahr "die wirtschaftlichen Auftriebskräfte wieder die Oberhand gewinnen" werden.

vwd BERLIN. Den aktuellen Abschwung - für das dritte Quartal meldete das Statistische Bundesamt einen BIP-Rückgang von 0,1 %, auf Jahressicht lag das BIP lediglich um 0,3 % höher - werden vor allem "externe Faktoren" verantwortlich gemacht.

So betont das BMF, dass der Anstieg der Energiepreise weiter nachwirken würde, ebenso die höheren Nahrungsmittelpreise auf Grund von BSE und MKS. Dadurch werde die reale Kaufkraft der privaten Haushalte eingeschränkt und der Konsum belastet, so das Ministerium. Zudem sei Deutschland durch die starke Exportabhängigkeit "stärker als andere Länder von der wirtschaftlichen Abschwächung in den USA betroffen".

Dafür, dass 2002 wieder die wirtschaftlichen Auftriebskräfte die Oberhand gewinnen würden, sprächen jedoch zahlreiche wirtschaftliche Fundamentalfaktoren. So seien die kurz- und langfristigen Zinsen niedrig, die Lohnentwicklung bleibe moderat. Weitere Entlastungen, die letztlich nachfragesteigernd wirken, sieht das BMF in den rückläufigen Inflationsraten und der Steuerreform. Darüber hinaus sei für das kommende Jahr wieder mit außenwirtschaftlichen Impulsen zu rechnen, da die Weltwirtschaft - ausgehend von den USA - wieder an Kraft gewinnen werde. Hiervon sollten dem BMF zufolge vor allem die Investitionen profitieren.

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