Ab 2003 Nachfolger von Pohle
Spiekerkötter wird neuer Schering-Finanzvorstand

Jörg Spiekerkötter, der bisherige Finanzleiter der Schering AG, soll im kommenden Jahr Nachfolger von Finanzvorstand Klaus Pohle werden. Spiekerkötter wurde vom Aufsichtsrat bereits zum 15. April 2002 in den Vorstand bestellt. Dort soll er zunächst die Aufgaben des Personalvorstandes übernehmen. Mit dem Ausscheiden Pohles im April 2003 werde er auch das Amt des Finanzvorstandes übernehmen.

dpa/Reuters BERLIN.Der 43-jährige Spiekerkötter leitet seit 1999 die Unternehmensfunktion Finanzen der Schering AG und ist verantwortlich für Konzernfinanzierung, Mergers & Acquisitions sowie Zins- und Währungsmanagement. Der promovierte Jurist begann seine berufliche Laufbahn in der Rechtsabteilung der Hoechst AG. Von 1994 bis 1999 war er als Leiter der Rechtabteilung der Hoechst Schering AgrEvo GmbH mit einer Vielzahl von Akquisitionen auf dem Gebiet der Biotechnologie befasst.

Schering ist nach eigenen Angaben gut ins Jahr gestartet. "Insgesamt befand sich unser Geschäft im ersten Quartal auf einem erfreulichen Wachstumspfad", sagte Vorstandschef Hubertus Erlen am Freitag auf der Hauptversammlung in Berlin.

Auf dem weltweit wichtigsten Pharmamarkt USA sei in den ersten drei Monaten ein "hervorragender Umsatzzuwachs" erzielt worden, sagte Erlen. In Europa habe es ein "sehr solides Wachstum" gegeben. Die Geschäftsentwicklung in Japan sei dagegen erwartungsgemäß schwierig gewesen.

Genaue Quartalszahlen will das Unternehmen erst Ende des Monats vorlegen. Für 2001 soll eine um 24 Prozent erhöhte Dividende von 0,83 Euro gezahlt werden.

Für das Gesamtjahr 2002 bestätigte das Unternehmen seine Prognose, dass der Konzern beim Umsatz prozentual "im oberen einstelligen Bereich" und beim Konzerngewinn "im zweistelligen Bereich" zulegen werde. Zur Sicherung des Wachstums sei Schering zurzeit sehr aktiv auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten für Akquisitionen, um das Geschäft in den Kernbereichen des Konzerns zu stärken.

Der Schering-Konzern war 2001 nach Angaben von Erlen bereinigt um Wechselkurseffekte zehn Prozent beim Umsatz gewachsen, der 4,84 Milliarden Euro erreichte. Der Konzerngewinn stieg um 24 Prozent auf 418 Millionen Euro.

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