Ab 2005 IAS für Konzernrechnungslegung
Umdenken bei deutscher Rechnungslegung gefordert

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) fordert nach der Entscheidung des Europäischen Parlaments, die Konzernrechnungslegung nach den International Accounting Standards (IAS) ab 2005 für Unternehmen in Europa einzuführen, vom deutschen Gesetzgeber ein Umdenken bei der deutschen Rechnungslegung.

vwd BERLIN. Spätestens diese Entscheidung müsse zum Anlass genommen werden, die Diskussion über die Neuorientierung der Rechnungslegung mit der gesamten deutschen Wirtschaft zu führen, sagte Lothar Jerzembek, VÖB-Bereichsleiter Bilanzierung, am Mittwoch in Berlin.

Es müsse dabei das Ziel sein, die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für den Einzel- und Konzernabschluss eines Unternehmens wieder einheitlich zu gestalten. Als "wegweisend" hierfür bezeichnete Jerzembek die Vorschläge des Deutschen Standardisierungsrates (DSR) vom November 2001.

Diese seien jedoch von der Mehrzahl der deutschen Politiker und in weiten Kreisen der deutschen Unternehmen überhaupt noch nicht registriert worden, kritisierte Jerzembek. Der DSR wolle die EU-Fair-Value-Richtlinie vom September 2001 in nationales Recht umsetzen.

Dabei habe der DSR bestimmte Wahlrechte der Mitgliedstaaten "zukunftsorientiert" ausgelegt. Er stelle das Maßgeblichkeitsprinzip und den Grundsatz der Kapitalerhaltung zur Diskussion. "Diese Zielrichtung des DSR wird vom VÖB unterstützt", sagte Jerzembek. Deutschland müsse die bevorstehende inhaltliche Revision von IAS 39 nutzen, um auf europäischer Ebene die verpflichtende Anwendung der EU-Fair-Value-Richtlinie ab 2004 in eine freiwillige Anwendung umzuwandeln, verlangte der VÖB-Bereichsleiter.

Die EU-Fair-Value-Richtlinie sieht nach VÖB-Angaben vor, die Wertänderung von derivativen Finanzinstrumenten wie Futures, Swaps und Optionen in die Gewinn- und Verlustrechnung von Unternehmensbilanzen einfließen zu lassen.

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