Ab April 2003 gibt es den Roadster und das Coupé
Der Smart kommt im Sportdress

Die Smart-Familie bekommt demnächst Zuwachs. Nach harten Jahren des Aufbaus, begleitet von diversen Rückschlägen, Häme und Akzeptanzproblemen, hat Smart sich inzwischen zu einer eingeführten Marken entwickelt. Vor allem in Ballungsräumen ist sie bei einer jugendlichen Klientel nachgerade zu einem Kultobjekt geworden.

pha BERLIN. "Smart ist zum festen Bestandteil des Daimler-Chrysler-Portfolios geworden", verweist Mercedes-Pkw-Chef Jürgen Hubbert nicht ohne Stolz auf die Innovationskraft der letzten beiden Jahre. Danach hat die Mercedes-Tochter mit dem zweisitzigen City-Coupé im Jahr 2000 ein Wachstum von 28 % realisiert, 2001 waren es immerhin noch 14 %. Im vergangenen Jahr wurden somit über 116 000 Fahrzeuge verkauft und erstmals 1 Mrd. Euro umgesetzt.

Genau der richtige Zeitpunkt, glaubt Hubbert gemeinsam mit der Smart-Führung unter deren Vorsitzenden Andreas Renschler, jetzt endlich jene Fahrzeuge anzubieten, bei denen das Thema Fahrspaß noch stärker im Vordergrund steht. Mit dem Smart Roadster und dem Roadster Coupé soll jene Sportwagenklasse wiederbelebt werden, die in den 50-er und 60-er Jahren ihre Blütezeit hatte. Damals dienten puristische Vertreter wie der britischen Triumph Spitfire, der MG Midget oder der italienische Fiat 850 Spider allein dem Ziel, viel Vergnügen unter freiem Himmel zu garantieren. Im Vordergrund standen das Genießen der Natur und das Erlebnis des Autofahrens. Der Weg war das Ziel. "Mit dem City-Coupé haben wir gezeigt, dass Mobilität nicht immer auf vier Sitze angewiesen ist. Und mit dem Smart Roadster wollen wir demonstrieren, dass Fahrspaß nicht von der PS-Zahl und vom Geldbeutel abhängig ist", so Andreas Renschler.

Dazu wurde der Smart zunächst gestreckt. Der Radstand, also der Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse, wuchs von 1,81 Meter auf 2,27 Meter. In der Breite wuchs der Sport-Smart von 1,52 auf 1,60 Meter. Bei einer Länge von 3,22 Meter (plus 72 cm) sind Roadster/Coupé nur noch 1,17 Meter hoch, die Silhouette des normalen Smart mit 1,55 Meter verschwindet.

Leichtfüßige Kurvenkünstler

Mit einer Motorleistung von 82 PS und einem Gewicht von nur 790 Kilogramm bieten die beiden Roadster-Zwerge mit 9,6 Kilogramm pro PS ein Leistungsgewicht, das unvergleichlich niedrig ausfällt. Das wirkt sich gleichermaßen positiv auf die Fahreigenschaften und damit auf das Handling aus.

Roadster und Roadster-Coupé sollen nach Angaben des Herstellers in weniger als 11 Sekunden aus dem Stand 100 km/h erreichen und rund 180 km/h schnell sein. Dank des niedrigen Schwerpunkts erweisen sich die sportlichen Smarts obendrein geradezu als leichtfüßige Kurvenkünstler, bei denen auch sportliche Fahrer ein Kippen nicht befürchten müssen.

Das Coupé hat ein zweiteiliges, herausnehmbaren Kunststoffdach, das sich im Heckkofferraum unter der kuppelartigen großen Heckscheibe verstauen lässt. Der Roadster hat die bekannte steil stehende Heckscheibe. Gegen Aufpreis kann auch ein elektrisch-betriebenes Faltdach geordert werden.

Erscheinungsbild erinnert an Buggies

Darüber hinaus zeichnet den ab 15 000 Euro erhältlichen Smart Sportwagen (das Coupé soll 1 000 Euro mehr kosten) ein ausgesprochen schlichter Innenraum mit Sportschalensitzen aus. Besonders auffällig ist die, verglichen mit dem City-Coupé, viel direktere Zahnstangenlenkung. Deutlich sichtbare Zeichen der Markenidentität sind die Tridion-Sicherheitszelle, die zweifarbige Karosserie, das prägnante Design und die immer noch kompakten Abmessungen.

In seinem gesamten Erscheinungsbild erinnern die beiden neuen Smart-Modelle ein wenig an die in den 70er Jahren in Kalifornien so beliebten Buggies. Sie wurden anfangs von zahlreichen kleinen Bastelbuden auf Basis des VW-Käfers gebastelt. Vom Bastelbuden-Image ist der Smart weit entfernt. Er läuft in einer der modernsten Fabriken der Welt im elsässischen Hambach vom Band. Bereits ab Weihnachten kann bestellt werden, geliefert wird frühestens zu Ostern.

Quelle: Handelsblatt

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