Ab April Aktiengesellschaft
Fünf Kästen Bier als Dividende retten Traditionsbrauerei

Die Aussicht auf eine besonders süffige Dividende von fünf Kästen Bier je Anteilsschein hat der Traditionsbrauerei Härle in Königseggwald das Überleben gesichert.

HB/dpa KÖNIGSEGGWALD. Das Unternehmen hatte eine "Bürger-Aktie" ausgegeben, die bei den Aktionären großen Anklang fand. Um ein Kapital von 800 000 Euro aufzubringen, bot die Brauerei 1600 Anteile zum Nennwert von je 500 Euro an. Dafür fand sich mit 1660 Bestellungen sogar mehr Interesse als erforderlich. Damit könne die von der Schließung bedrohte Brauerei mit 19 Beschäftigten vom 1. April an als Aktiengesellschaft weitergeführt werden, sagte Braumeister Martin Härle am Montag. Die Zeichnungsfrist war am 28. Februar abgelaufen.

Als Dividende soll es nach dem Motto "Eine Bürger-Aktie, die schmeckt" je fünf Kästen Bier geben. Bei einem Marktpreis von etwa 11,50 Euro pro Kiste entspricht dies einer Rendite von rund 11,5 Prozent. Auf die Idee, den Fortbestand der kleinen Braustätte zu sichern, war eine Gruppe von Königseggwalder Bürgern und Bierliebhabern aus der Region gekommen. Das Brauhaus stammt aus dem Jahr 1820 und befindet sich seit 1896 im Familienbesitz.

Um den Einstieg eines Großaktionärs zu verhindern, sei auf eine breite Streuung geachtet worden, sagte Härle. Nur ein Anleger habe 30 Aktien gezeichnet. Die neuen Aktionäre stammen hauptsächlich aus der näheren Umgebung. Doch auch Freunde der oberschwäbischen Braukultur aus Stuttgart, Berlin, Kiel oder Detmold und vereinzelt sogar aus Österreich und der Schweiz sind mit von der Partie.

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