Ab Mitte März in Europa auf dem Markt: Mercedes setzt große Hoffnungen in neue E-Klasse

Ab Mitte März in Europa auf dem Markt
Mercedes setzt große Hoffnungen in neue E-Klasse

Die neue E-Klasse von Mercedes-Benz ist der große Hoffnungsträger für den Autokonzern Daimler-Chrysler in schweren Zeiten. "Wir segeln hart am Wind in stürmischer See", sagte Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert am Dienstag bei der Weltpremiere der 4,82 Meter langen Limousine in Brüssel zur Lage der Branche.

dpa BRÜSSEL. Das Flaggschiff der oberen Mittelklasse, dessen Vorstellung einem Stapellauf nachempfunden war, bekommt unter anderem als erste Großserienlimousine das aus dem SL bekannte neue elektrohydraulische Bremssystem (SBC) und als Weltneuheit einen fahrdynamischen Multikontursitz, dessen Seitenführung sich je nach Fahrweise automatisch verstellt. "Die E-Klasse kann alles, was wir bei Mercedes können", meinte Hubbert zu den zahlreichen Innovationen in dem Auto.

Er erwartet, dass von der E-Klasse im Verlauf ihres Lebenszyklus' etwa zehn Prozent mehr Einheiten als vom Vorgängermodell (Absatz 1,4 Millionen Stück) abgesetzt werden. Schon vor der Präsentation hatte sich Hubbert zufrieden darüber geäußert, dass die E-Klasse in einem Jahr auf den Markt kommt, dass auch für Mercedes-Benz trotz der neuerlichen Rekordzahlen 2001 nicht leicht zu werden verspricht. Die E-Klasse ist nämlich in ihrer über 50-jährigen Geschichte zu dem typischen Mercedes-Benz geworden, der in großen Stückzahlen (10,9 Millionen) die klassische Klientel der Stuttgarter angesprochen hat. "Die E-Klasse ist ein herausragender Imageträger, aber auch Umsatz- und Ertragsgarant unseres Unternehmens", hob Hubbert ihre Bedeutung hervor.

Die Limousine kommt nach 48 Monaten Entwicklungszeit und Investitionen von über zwei Mrd. ? ab Mitte März zu den Kunden in Europa. Die Preisliste beginnt bei 30 000 ? plus Mehrwertsteuer. Mercedes will sich mit dem Auto nach eigenen Aussagen an der Spitze in der oberen Mittelklasse behaupten. Allein in Westeuropa entscheiden sich nach Unternehmensangaben in dem entsprechenden Fahrzeugsegment 28 % der Käufer für die E- Klasse, in Deutschland seien es 37 %.

Das neue Modell kommt zunächst mit drei Benzin- und zwei neuen Dieselmotoren auf den Markt. Die Frontpartie hat mit zwei Doppelscheinwerfern das 1995 erstmals eingeführte Vier-Augen-Gesicht behalten. Zu den Neuerungen zählt auch ein weiterentwickeltes Luftfedersystem, das mit Mikrosensoren gleichzeitig Federn und Dämpfer steuert. Besonders viel Wert wird bei Mercedes auf die sichere und leichte Bedienbarkeit der elektronischen Features gelegt - ein kleiner Seitenhieb auf die 7er-Reihe von BMW und ihr vieldiskutiertes Bordsystem. Das neue Bedien- und Anzeigesystem von Mercedes kann aber erst Ende des Jahres geliefert werden, weil Hauslieferant Bosch nach technischen Problemen gefeuert worden war und Mercedes kurzfristig zwei Konkurrenten damit betraut hatte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%