Abacha Affäre
Anzeige der Bankenkommission gegen Credit Suisse

dpa ZÜRICH. In der Affäre um Gelder des ehemaligen nigerianischen Präsidenten Sani Abacha hat die Eidgenössische Bankenkommission Anzeige gegen die Credit Suisse erstattet. Sie wirft der Schweizer Großbank vor, ihre Sorgfaltspflicht bei der Annahme der Abacha-Gelder verletzt zu haben. Die Kommission habe allerdings keine Verletzung des Geldwäschegesetzes festgestellt. Die Anzeige erfolgte an die Aufsichtskommission bei der Bankiervereinigung.

Der Sohn des verstorbenen Diktators hatte nach einer Untersuchung der Bankenkommission ein Konto mit 214 Mill. $ (470 Mill.DM / 240 Mill Euro) bei der Credit Suisse. Insgesamt waren Ende 1999 Vermögenswerte Abachas und seiner Entourage im Umfang von 660 Mill. $ auf Schweizer Bankkonten blockiert. Nach Auffassung der Bankenkommission hätte die Credit Suisse merken müssen, dass es sich um unter Umständen nicht rechtmäßig erworbenes Geld eines afrikanischen Diktators handelte.

Die Aufsichtskommission der Bankiervereinigung überwacht die Einhaltung der Sorgfaltspflicht. Sie kann eine Buße von bis zu 10 Mill. Franken verhängen. Das Geld wird an einen wohltätigen Zweck gespendet.

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