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ABB setzt Konzentrationsprozess fort

Die ABB Ltd verkauft die Lüftungs- und Klimatechnik an Global Air Movement SARL in Luxemburg für 225 Mill. $.

dpa-afx/Reuters ZÜRICH. Die Veräusserung sei Teil der Strategie, den Konzern auf Strom- und Automatisierungstechnologien zu konzentrieren, heisst es in einer Pressemitteilung der ABB. Die Wettbewerbsbehörden müssten dem Verkauf noch zustimmen.

Das von Global Air Movement neu gegründete Unternehmen füge das Geschäft von ABB mit dem von Woods Air Movement Limited mit Sitz im britischen Colchester zusammen. Dieses Unternehmen sei bereits im Vorjahr von Global Air Movement übernommen worden, heisst es weiter. Hannu Paitula, der bei ABB für das Lüftungs- und Klimatechnologiegeschäft verantwortlich war, sei zum CEO des neuen Unternehmens ernannt worden.

Im Geschäftsbereich der ABB Lüftungs- und Klimatechnik erwirtschaften gemäss Unternehmensangaben weltweit 3 500 Personen einen Umsatz von rund 440 Mill. $. Bei Woods sind weltweit 700 Personen beschäftigt. Diese erwirtschaften einen Jahresumsatz von 95 Mill. $.

Keine Neubewertung der Asbest-Lage

Der Schweizer Technologiekonzern nimmt zudem keine Neueinschätzung der Situation im Zusammenhang mit der Asbest-Frage in den USA vor, sagte ein ABB-Sprecher am Montag. Die Asbest-Problematik kam am Montag wieder auf den Tisch, als die ABB-Aktie kräftig unter Druck kam und Händlern dies auf Asbestprobleme des amerikanischen Unternehmens Halliburton zurückführten.

Die ABB-Aktie verlor in den ersten Handelsminuten über 10 %. Eine Stunde nach Börseneröffnung notierten die Titel 6,63 % schwächer bei 17,60 CHF.

Halliburton brachen am Freitag an der New Yorker Börse um über 40 % ein. Dresser Industries, eine Tochterfirma von Halliburton, war von einem Gericht in Baltimore zur Zahlung von 30 Mill. $ wegen Asbestschäden verurteilt worden.

Das Asbestproblem und mögliche Schadenersatzforderungen hatten die ABB-Aktien in der Vergangenheit immer wieder unter Druck gesetzt. ABB nahm Rückstellungen für Asbest-Klagen in den USA vor. Gelegentlich äusserten Analysten aber Zweifel daran, ob diese im Ernstfall ausreichen würden.

Im Zwischenbericht für neun Monaten meldete das ABB einen Anstieg der Asbest-Schadenersatzforderungen um 34 %. Es lasse sich nicht abschätzen, ob dies ein langfristiger Trend sei, hatte ABB dazu erklärt.

An der Börse wurde darüber spekuliert, wie hoch die Schadenersatzforderungen sein könnten, mit denen ABB rechnen müsste.

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