Abbau von 3 000 Stellen angekündigt
Toshiba will mit Chips wieder Gewinne machen

Japans größter Chip-Hersteller, der Technologiekonzern Toshiba Corp., will mit seinem bisher Verlust trächtigen Chip-Geschäft ab dem Geschäftsjahr 2002 wieder schwarze Zahlen schreiben. Bis dahin müsse die Chip-Sparte des Konzerns noch weiteren Restrukturierungsmaßnahmen unterworfen werden, sagte Takeshi Nakagawa, Chef des Chip-Geschäfts von Toshiba.

Reuters TOKIO. Für das laufende Geschäftsjahr (zum 31. März 2002) wurde bereits ein Abbau von 3 000 Stellen angekündigt. Er wiederholte das Ziel des Unternehmens, das Massengeschäft mit Standard-Speicherchips (DRAM) entweder durch die Fusion mit einem Partner, den Verkauf oder durch Schließung zu beenden.

Verhandlungen mit potenziellen DRAM-Partnern, zu denen auch der deutsche Chip-Hersteller Infineon zählt, würden fortgesetzt, sagte Nakagawa weiter. Er wisse jedoch nicht, ob sie bis zum Ende des laufenden Kalenderjahres abgeschlossen werden könnten. Infineon-Chef Ulrich Schumacher hatte im vergangenen Monat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gesagt, dass die Gespräche bis zum Jahresende beendet sein würden.

Toshiba erhofft sich nach Aussage von Nakagawa ein starkes Umsatzwachstum durch die Produktion von NAND Speicherkarten, die unter anderem in Mobiltelefonen und digitalen Fotoapparaten eingesetzt werden. Nakagawa zufolge sind die NAND-Preise auf rund 40 Yen (rund 70 Pfennig) je Megabit von 200 Yen im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Diese Preissenkung beschleunige den Einsatz dieser Chips in einer Reihe von Produkten.

Die Toshiba-Aktien schlossen an der Börse in Tokio 3,1 % schwächer bei 500 Yen. Die Papiere von Infineon stiegen am Dienstagnachmittag in einem freundlichen Gesamtmarkt um 0,58 % auf 26 Euro.

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