Abbau von 4 000 Stellen - Aktie steigt nachbörslich
Intel steigert Quartalsgewinn

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat nach eigenen Angaben den Gewinn im zweiten Quartal zum Vorjahreszeitraum gesteigert, aber die Analystenprognosen verfehlt.

rtr SANTA CLARA. Intel kündigte am Dienstag nach US-Börsenschluss zugleich den Abbau von 4 000 Stellen an. Der Aktienkurs des im kalifornischen Santa Clara ansässigen Konzerns reagierte nachbörslich mit kräftigen Kursgewinne auf die Unternehmensnachrichten.

Der Nettogewinn im Quartal bis Ende Juni sei auf 446 Mill. $ oder 0,07 $ je Aktie von 196 Mill. $ oder 0,03 $ je Aktie im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte Intel weiter mit. Vor Sonderposten habe der Gewinn bei 0,09 $ je Aktie gelegen. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Mittel mit einen höheren Gewinn von 0,11 $ je Aktie gerechnet. Im Vorjahresquartal lag der Gewinn je Aktie Intel zufolge ohne Akquisitionskosten bei 0,12 $. Auf dieser Basis ergab sich ein Ergebnisrückgang im abgelaufenen Quartal. Analysten zufolge musste Intel verkraften, dass viele Kunden statt der leistungsfähigeren Chips vom Typ Pentium die billigeren Prozessoren des Typs Celeron gewählt hätten.

Erneuter Stellenabbau geplant

Mit den angekündigten Abbau von 4 000 Stellen reduziert Intel die Belegschaft um rund fünf Prozent. Die Streichungen sollen nach Unternehmensangaben hauptsächlich durch natürliche Fluktuation erreicht werden. Bereits Anfang vergangenen Jahres hatte Intel eine ähnlich große Stellenzahl gestrichen.

Der Umsatz im abgelaufenen Quartal lag den Angaben zufolge mit 6,32 Mrd. $ knapp unter den 6,33 Mrd. $ des Vorjahreszeitraums. "Wir machen in diesem Geschäft die richtigen Dinge, aber wir warten immer noch darauf, dass die Wirtschaftserholung auch unsere Branche erreicht", sagte Intel-Finanzchef Andy Bryant.

Für das laufende dritte Quartal prognostizierte das Unternehmen einen Umsatz von 6,3 bis 6,9 Mrd. $. Analysten erwarten bislang einen Umsatz von 6,72 Mrd. $. Intel reduzierte zudem seine Prognose für die Bruttomarge im dritten Quartal auf 51 % von zuvor 53 %. Intel senkte zugleich den Plan für Anlagen-Investitionen im Gesamtjahr 2002 auf 5,0 bis 5,2 Mrd. $ bei gleichen Produktionskapazitäten nach bislang 5,5 Mrd. $.

Warten auf PC-Saison

Für das laufende Quartal erwarten Analysten einen Nachfrageschub durch die traditionell zunehmenden PC-Verkäufe zum Schulbeginn nach den großen Ferien. "Die Leute glauben zu Recht, dass wir in der zweiten Jahreshälfte ein saisonales Anziehen der Umsätze sehen werden. Es bleibt aber die Frage, wie stark dies sein wird", sagte Analyst Dan Scovel von Needham & Co. Die Intel-Aktien stiegen im nachbörslichen Instinet-Handel auf 18,60 $, nachdem sie den regulären Nasdaq-Handel bei 18,36 $ fast vier Prozent im Minus verlassen hatten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%