Abbau von 60 Stellen
ZDF kämpft gegen Defizit in dreistelliger Millionenhöhe

Die rechnerische Finanzlücke beläuft sich bis 2004 auf 1,032 Mrd. Mark, teilte der Sender mit.

ap MAINZ. Trotz gestiegener Gebühreneinnahmen droht dem ZDF erneut ein Defizit in dreistelliger Millionenhöhe. Wie der Sender am Freitag in Mainz berichtete, beläuft sich die rechnerische Finanzlücke bis 2004 auf 1,032 Mrd. Mark. Intendant Dieter Stolte kündigte an, durch ein Sparprogramm solle dieser Fehlbetrag auf unter 200 Mill. Mark gedrückt werden.

Stolte kündigte an, um dieses Ziel zu erreichen, müsse bei Programm, Personal und Sachaufwendungen gespart werden. Das ZDF werde künftig wieder mehr Wiederholungen senden, die Sachausgaben einfrieren und das Personal um 60 Stellen abbauen. Zudem würden die Ausgaben für freie Mitarbeiter auf dem Stand des Jahres 2001 eingefroren und Investitionen zurückgestellt.

"Weg ohne Alternative"

"Das Ziel ist riskant, aber der Weg ist ohne Alternative", sagte der Intendant. Ein Defizit von knapp 200 Mill. Mark bis zum Ende der nun laufenden Gebührenperiode sei angesichts eines Gesamtetats von rund 3,5 Mrd. Mark nicht dramatisch. Das ZDF kann in Folge der zum Jahresbeginn erhöhten Rundfunkgebühren in diesem Jahr mit Mehreinnahmen von rund 470 Mill. Mark rechnen.

Der ZDF-Fernsehrat berief am Freitag eine Findungskommission, die sich mit der Auswahl eines neuen Intendanten befassen soll. Fernsehratschef Konrad Kraske sagte, die achtköpfige Kommission werde noch im Juni die Arbeit aufnehmen. Voraussichtlich werde es gegen Jahresende zur Wahl eines neuen Intendanten kommen. Die Amtszeit von Stolte, der nicht wieder antritt, läuft zum 14. Februar 2002 aus.

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