Abbau von Arbeitsplätzen
Lucent berät über Nürnberger Werk

Der Aufsichtsrat des Telekomausrüsters Lucent Technologies hat am Montag über die Zukunft des Nürnberger Werkes beraten. Vor der Sitzung demonstrierten rund 100 Mitarbeiter vor dem Hauptsitz des Unternehmens in der fränkischen Stadt. Auf Transparenten verlangten sie einen Erhalt von Fertigung und Entwicklung in Nürnberg unter dem Dach von Lucent.

dpa NÜRNBERG. Über die Ergebnisse der Gespräche will das Unternehmen erst am Dienstag informieren. Die US-amerikanische Konzernführung hatte beschlossen, keine Werke mehr selbst zu betreiben. Sie sollen verkauft, von Dritten betrieben oder geschlossen werden.

Käufer gesucht

"Erklärtes Ziel der deutschen Geschäftsführung ist es, einen Käufer zu finden, der das Werk möglichst in vollem Umfang weiterbetreibt", sagte Unternehmenssprecher Gerhard Dahlberg. Dazu bestünden bereits Kontakte zu Interessenten auf regionaler und internationaler Ebene. "Es gibt eine Reihe von Gesprächen, die in dieser Woche fortgesetzt werden."

Im Werk Nürnberg-Langwasser, in dem Basisstationen für Mobilfunknetze hergestellt werden, sind rund 600 Mitarbeiter betroffen. Zudem sollen rund 80 von insgesamt mehr als 2000 Stellen im Nürnberger Forschungs- und Entwicklungszentrum gestrichen werden. Sie sollen nach Konzernangaben bis September 2002 auftragsabhängig abgebaut werden.

Japaner übernehmen Augsburger Werk

In Nürnberg beschäftigt die Lucent Technologies Network Systems GmbH rund 3 000 von deutschlandweit 3 500 Mitarbeitern. Das Werk in Augsburg mit rund 140 Mitarbeitern, in dem Glasfaserkabel gefertigt werden, wird von dem japanischen Kabelhersteller Furokawa übernommen.

Der Konzern mit Sitz in Murray Hill hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000/2001 (30. September) einen Verlust von 3,25 Mrd. $ (7,3 Mrd. DM/3,7 Mrd. Euro) eingefahren. Der Umsatz schrumpfte um 21 % auf 5,82 Mrd. $.

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