Abbau vor allem in den USA
IBM will bis zu 9000 Stellen streichen

Der amerikanische Computerkonzern IBM will bis zur Jahresmitte rund 9000 seiner 320 000 Stellen streichen. Dies reflektiere die schwachen Technologieausgaben und Veränderungen innerhalb von IBM-Geschäftsbereichen.

STUTTGART/NEW YORK. Die meisten Stellenstreichungen sollen bei den 160 000 US-Mitarbeitern erfolgen, berichtet die "New York Times" am Freitag. Das "Wall Street Journal" bezifferte die Zahl der betroffenen Mitarbeiter auf 8000. Dies wären etwa 2,5 Prozent der Beschäftigten weltweit. Der weltgrößte Computerkonzern nahm keine Stellung. Auch IBM Deutschland in Stuttgart wollte die Zeitungsbrichte nicht kommentieren.

Die Zahl der Betroffenen schließe nicht die 17 000 Mitarbeiter der Festplatten-Sparte ein, die in ein geplantes neues Gemeinschaftsunternehmen mit der japanischen Hitachi Ltd transferiert werden sollen. Über diesen Plan werde noch verhandelt, schreibt das "Wall Street Journal".

Tom Bitman vom Haus Gartner Inc geht davon aus, dass IBM zunächst im Geschäftsbereich Global Services Arbeitsplätze abbauen werde. In der rund 40 Prozent des Gesamtumsatz erzielenden Sparte ist etwa die Hälfte aller IBM-Mitarbeiter beschäftigt. "Ich wäre bei Global Services von Zahlen in den Tausenden nicht überrascht. Das wäre der leichteste und vermutlich auch der am wenigsten schwerzhafte Bereich, um Stellen zu streichen", sagte Bitman. Dem Wall Street Journal zufolge zeigen die Stellenabbaupläne, dass der Konzern angesichts der Schwäche bei Technologieinvestitionen möglicherweise schwierige Zeiten auf sich zukommen sieht.

Umsatz ging um zwölf Prozent zurück

IBM hatte für das erste Quartal 2002 seine erste Gewinnwarnung seit vielen Jahren herausgegeben. Die Gesellschaft hatte dann kurze Zeit später für die ersten drei Monate dieses Jahres einen drastischen Gewinnrückgang von 31,9 Prozent auf 1,19 Milliarden Dollar (1,35 Mrd Euro) verbucht. Der Umsatz sackte um zwölf Prozent auf 18,6 Milliarden Dollar (20,4 Mrd Euro) ab.

IBM-Präsident Samuel J. Palmisano hatte die IBM-Mitarbeiter gegen Ende April firmenintern gewarnt, dass das Unternehmen seine Operationen zurückfahren müsse, schreibt das "Wall Street Journal". IBM habe seine Geschäftsstrategie entwickelt und das Unternehmen unter der Annahme ausgebaut, dass man ein riesiges und robustes Wachstum haben werde. Dies sei nicht mehr vorhanden, betonte der IBM - Chef nach Angaben der Zeitung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%