Abbau weiterer 10 000 Jobs
Alcatel mit hohem Quartalsverlust

Der französische Telekomausrüster Alcatel hat nach einem Verlust im dritten Quartal auch für das Gesamtjahr 2001 ein Minus sowie den Abbau weiterer 10 000 Arbeitsplätze angekündigt. Wie der Konzern am Mittwoch in Paris mitteilte, wurde im dritten Quartal ein Nettoverlust von 558 Mill. Euro erwirtschaftet, nach einem Gewinn von 297 Mill. Euro vor Jahresfrist.

Reuters PARIS. Der operative Konzernverlust wurde auf 215 Mill. Euro beziffert, verglichen mit einem Betriebsgewinn von 619 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisse lagen damit unter den Schätzungen der Analysten, die einen Nettoverlust von 309 Mill. Euro sowie ein operatives Minus von 185 Mill. Euro erwartet hatten.

Alcatel kündigte auch für das vierte Quartal operative Verluste in etwa auf Höhe des im Ende September abgelaufenen Quartals an. Im Gesamtjahr 2001 werde ein Konzernverlust von rund fünf Mrd. Euro eingefahren, hieß es weiter. Der Jahresumsatz werde nur wenige Prozent von den Erlösen des Vorjahres entfernt liegen. Das operative Ergebnis werde sich zudem nahe an der Gewinnschwelle bewegen. Für weitere Restrukturierungen würden möglicherweise aber zusätzliche 1,2 Mrd. Euro zurückgestellt. Außerdem sollen zusätzliche 10 000 Stellen im Konzern gestrichen werden. Alcatel hatte zuvor bereits den Abbau von 23 000 Arbeitsplätzen angekündigt. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 110 000 Arbeiter und Angestellte auf seiner Lohn- und Gehaltsliste ausgewiesen.

An der Börse in Paris verlor die Aktie im Anschluss an die Mitteilung zur Eröffnung 3,82 % auf 15,10 Euro. Kurz danach drehte die Aktie jedoch ins Plus und tendierte im weiteren Handel 1,08 % fester bei 15,78 Euro.

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