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Abbott steigert Gewinn

Der US-Hersteller von Pharma- und Gesundheitsprodukten, Abbott Laboratories, hat im abgelaufenen Quartal bei gestiegenem Umsatz einen Gewinn am unteren Ende der eigenen Gewinnprognose erwirtschaftet. Allerdings hatte das Unternehmen erst vor vier Wochen wegen des schleppenden Verkaufs seines Schlankheitsmittels die Gewinnerwartungen gesenkt.

rtr ABBOTT PARK. Der Gewinn vor Sonderposten sei zum Vorjahr um neun Prozent auf 771 Mill. Dollar oder 49 Cent je Aktie von 705 Mill. Dollar gestiegen, teilte Abbott am Donnerstag mit. Das Unternehmen führte das Plus vor allem auf ein zweistelliges Umsatzwachstum bei rezeptpflichtigen Medikamenten und Krankenhaus-Produkten zurück. Der weltweite Quartalsumsatz des Konzerns stieg um 5,3 % auf 4,3 Mrd. Dollar. Mitte Juni hatte Abbott seine Prognose für den Gewinn vor Sonderposten für das zweite Quartal auf 49 bis 51 Cent je Aktie von 53 bis 56 Cent je Aktie gesenkt. Als Grund hatte Abbott geringere Umsätze aus dem Verkauf seines Schlankheitsmittels Meridia genannt. Für das Gesamtjahr 2002 bekräftigte Abbott einen Gewinn je Aktie vor Sonderposten von 2,06 bis 2,10 Dollar.

Im zweiten Quartal hätten Probleme bei der Herstellung und ein schleppender Verkauf von Meridia - in Europa als Reductil bekannt - das Wachstum gebremst, teilte Abbott weiter mit. Italien hatte Reductil im März aus dem Handel genommen, nachdem zwei Todesfälle im Zusammenhang mit der Einnahme aufgetreten waren. Damals hatte Abbott die Zahl der insgesamt bekannten Todesfälle weltweit auf 34 beziffert. Allerdings sei der Zusammenhang mit dem Medikament nicht bewiesen, hatte das Unternehmen beteuert.

Während Abbott mit seinem Quartalsgewinn die erst vor Kurzem auf 49 Cent je Aktie reduzierten Analystenprognosen erfüllte, rechnet der US-Medikamentenhersteller ICN Pharmaceuticals nicht damit, im zweiten Vierteljahr die Erwartungen der Experten zu treffen. Das Unternehmen führte diese Prognose am Donnerstag auf gestiegene Forschungs- und Entwicklungskosten und geringere Umsätze zurück. ICN erwartet einen Quartalsgewinn vor Sonderposten von 15 bis 20 Cent. Analysten erwarten dagegen im Schnitt 44 Cent Gewinn je Aktie.

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