Abbrecherquote von rund 50 Prozent
D21-Studie: Häufiger Studienabbruch bei Informatik

Die Initiative D21 beklagt den häufigen Studienabbruch in der Informatik. Sie fordert deshalb eine bessere Betreuung für Studierende und eine praxisorientiertere Ausrichtung des Faches. Die hohe Zahl der Studienabbrecher in der Informatik sei mit Schuld am Fachkräftemangel in Deutschland, heißt es in einer am Mittwoch in Hannover vorgestellten Studie.

ddp HANNOVER/BERLIN. Die im vergangenen Jahr um ein Drittel angestiegene Zahl der Studienanfänger in der Informatik reiche nicht aus, um der deutschen Wirtschaft ausreichend Computer-Spezialisten zur Verfügung zu stellen. Zur Senkung der Studiendauer bräuchten Universitäten und Fachhochschulen darüber hinaus mehr Mittel für Computer und Bücher.

Der D21-Studie zufolge brechen rund 40 Prozent der Studienanfänger an Fachhochschulen ihr Informatikstudium vor dem Diplom ab. An den Universitäten seien es sogar 60 Prozent. Zur Zeit beginnen 38 000 Studenten jährlich ein Informatikstudium. Bei einer Abbrecherquote von durchschnittlich 50 Prozent und Studienzeiten zwischen fünf und sechseinhalb Jahren könne der von der D21 ermittelte zusätzliche Bedarf von rund 25 000 IT-Fachkräften mit Hochschuldiplom pro Jahr auch in Zukunft nicht gedeckt werden, rechnet die Studie vor. Den vorhandenen 150 000 offenen Stellen für IT-Fachkräfte stünden zur Zeit nur 6 500 Informatikabsolventen gegenüber.

Die Initiative D21 wurde im vergangenen Jahr von IBM-Deutschlandchef Erwin Staudt gegründet. Ziel des Zusammenschlusses, an dem sich namhafte deutsche Unternehmen beteiligen, ist es, die Transformation von der Industrie- zur Informationsgesellschaft in Deutschland zu beschleunigen.

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