Aber kein vorzeitiger Abschied aus München
Elber liebäugelt mit Wechsel zur Hertha

Giovane Elber hat Spekulationen um einen Abschied vom FC Bayern München neue Nahrung gegeben und schließt auch einen Vereinswechsel innerhalb der Fußball-Bundesliga nicht mehr aus. "Es ist durchaus möglich, vom FC Bayern zur Hertha zu gehen", sagte der Stürmer des deutschen Fußball-Meisters nach dem Training am Sonntag.

HB/dpa BERLIN/MÜNCHEN. Der Brasilianer war in einem Bericht der "Welt am Sonntag" mit den Berlinern in Verbindung gebracht worden. Hertha-Manager Dieter Hoeneß hatte den 31-Jährigen 1994 aus der Schweiz zum VfB Stuttgart geholt.

Mit seiner Aussage stieß Elber bei Dieter Hoeneß nicht auf taube Ohren. "Das muss man sehen", sagte er, beeilte sich aber hinzufügen: "Gespräche haben wir noch keine geführt. Vor dem Saisonende passiert da definitiv nichts."

Einen Abschied aus München vor Ablauf seines Vertrags im Sommer 2004 schloss Elber allerdings trotz der Verpflichtung des Niederländers Roy Makaay aus. "Das ist nicht mein Stil, vor einem Problem wegzurennen, sondern ich versuche immer meine Linie durchzuziehen", sagte der Torschützenkönig der vergangenen Saison. Im Wettkampf um einen Platz im Team des FC Bayern sieht sich Elber momentan im Nachteil gegenüber Claudio Pizarro. "Claudio hat ganz klar die Nase vorn, er hat in zwei Spielen schon zwei Tore geschossen", sagte Elber.

Bislang hatte Elber einen internen Wechsel in der Bundesliga ausgeschlossen und stets einen Transfer nach Spanien angestrebt. Für einen Wechsel nach Berlin würde aus Elbers Sicht auch die Möglichkeit sprechen, dort wieder mit seinem alten Kollegen aus Stuttgarter Zeiten, Fredi Bobic, zu spielen. "Wir haben schon oft gesagt, dass wir noch mal miteinander spielen möchten", sagte Elber.

Hertha BSC hat in der Serie 2002/03 den Umsatz weiter erhöht. Mit 65 Mill. ? wurde die Bestmarke aus der Saison 2001/02 nochmals um rund fünf Mill. ? überboten, berichtet die "Berliner Morgenpost" (Sonntag-Ausgabe). "Wir haben die vergangene Saison mit einem Rekordumsatz abgeschlossen", bestätigte Manager Dieter Hoeneß dem Blatt. Für die laufende Spielzeit hat der Hauptstadt-Club einen Etat von 49,2 Mill. ? angesetzt.

Hertha gelang es in der Vorsaison, die Verbindlichkeiten leicht auf rund 16,3 Mill. ? zu senken. Im UEFA-Cup spielte der Berliner Club knapp fünf Mill. ? ein. Vor der neuen Saison holte Hertha nur ablosefreie Profis. Die Verpflichtung von weiteren Stars in der Zukunft aber schließt Hoeneß nicht aus. "Wenn sich Giovane im nächsten Jahr vorstellen kann, innerhalb Deutschlands noch einmal zu wechseln, dann würden wir ihn selbstverständlich nehmen", meinte Hoeneß.

Hertha hatte frühzeitig auf die Kirch-Krise reagiert. Verglichen mit dem Umsatz der Vorjahre ist der Anteil an TV-Geldern in der vergangenen Spielzeit gesunken. Dafür wurden die Einnahmen vor allem aus dem Sponsoring erhöht. Dieser Trend soll sich noch steigern, wenn ab Juli 2004 das Olympiastadion komplett umgebaut sein wird. Künftig sollen 88 Logen und 5000 Business-Seats bei voller Auslastung eine Zusatzeinnahme von 8,5 Mill. ? garantieren.

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