Aber noch bei "Neuaufstellung der Landespartei helfen"
SPD-Landeschef will Ämter niederlegen

Nach dem Debakel der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat auch der SPD-Landesvorsitzende Rüdiger Fikentscher seinen Rückzug aus der Politik angekündigt.

WiWo/ap MAGDEBURG. Bereits am Wahlabend hatte der gescheiterte Ministerpräsident Reinhard Höppner seinen Abschied von politischen Ämtern erklärt. Fikentscher erklärte am Montag in Magdeburg, er wolle seine politischen Ämter niederlegen, zunächst aber noch bei der "Neuaufstellung der Landespartei mithelfen". "Ich will helfen, dass die Neuordnung ruhig und ausgeglichen verläuft", fügte Fikentscher, der als Vertrauter von Ministerpräsident Reinhard Höppner gilt, hinzu.

Bereits vor der Wahl hatte Fikentscher seinen Rückzug aus den Spitzenämtern angekündigt. Ob der für kommenden Samstag geplante SPD-Landesparteitag tatsächlich stattfinden wird, stehe noch nicht fest. "Die Frage, die wir beraten wollten, steht nicht mehr", sagte Fikentscher. Einziger Tagesordnungspunkt sollte die Entscheidung der Sozialdemokraten für einen Koalitionspartner sein.

Die SPD hatte sich in Sachsen-Anhalt jahrelang in einer Minderheitsregierung von der PDS stützen lassen. Parteiintern war das so genannte Magdeburger Modell jedoch immer umstritten. Vor allem Vertreter der Neuen Mitte um Innenminister Manfred Püchel als deren prominentesten Vertreter hatten für ein Zusammengehen mit der CDU plädiert. Die Linken in der SPD wollten mit der PDS zusammenarbeiten.

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