Aber nur geringe Umsätze
Tokioter Börse schließt deutlich höher

Die Erwartung weiterer japanischer Interventionen am Devisenmarkt hat den Dollarkurs an den asiatischen Märkten am Freitag stabil gehalten, während die Aktienwerte die Zugewinne an den New Yorker Börsen nachvollzogen.

Reuters TOKIO. Dadurch hatten die asiatischen Börsen hatten einen der selten gewordenen guten Handelstage: Der Nikkei-Index legte zum Handelsschluss 1,65 Prozent auf rund 8185 Punkte zu und stieg damit über das New Yorker Plus vom Vortag hinaus, wo der Dow-Jones-Index um 0,9 Prozent höher bei 8594 Punkten geschlossen hatte. Der breiter gefasste Topix-Index machte 1,24 Prozent auf 826 Zähler gut.

Wie Tokio und Seoul profitierten auch in Hongkong exportorientierte Technologie-Werte von Hoffnungen auf eine Erholung der US-Konjunktur. In Hongkong knackte der Hang-Seng-Index sogar überraschend die Schwelle von 9200 Punkten und schloss um 1,5 Prozent höher bei 9273 Punkten.

In New York hatte der technologielastige Nasdaq-Index den Handel um 1,2 Prozent höher bei 1507 Zählern beendet. Der Deutsche Aktienindex hatte 1,3 Prozent auf 2865 Punkte zugelegt.

An vielen Börsen wurde jedoch wegen der bevorstehenden Feiertage in den USA und Großbritannien wenig umgesetzt. Vor dem Memorial Day am Montag schließt die Wall Street am Freitag bereits um 18 Uhr MESZ. In London ist die Börse am Montag geschlossen.

Hoffnungen auf neue Maßnahmen zu Gunsten einer konjunkturellen Erholung knüpften sich an den Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi bei US-Präsident George W. Bush am Freitag. "Es ist nicht wirklich wahrscheinlich, aber es ist immer möglich, dass etwas mit Bezug auf Japans wirtschaftliche Probleme herauskommt wie das Aufräumen der Problem-Kredite", sagte Yutaka Miura von Shinko Securities. Am Montag legen alle großen japanischen Banken ihre Geschäftszahlen vor. Der Bankensektor des Landes ist mit Krediten überlastet, die von den Schuldnern nicht ordentlich bedient werden.

Nach neuen, wenig ermunternden Konjunkturdaten für die USA stand der Dollar in Asien weiter unter Druck, der allerdings von der Erwartung weiterer Yen-Verkäufe durch die japanische Regierung aufgefangen wurde. "Angesichts der Haltung der japanischen Regierung, dürfte der Dollar (zum Yen) stabil bleiben", sagte Kosuke Hanao von der Royal Bank of Scotland in Tokio.

Der Dollar notierte im Tokioter Nachmittagshandel bei 117,30 Yen nach 117,21 Yen im späten US-Handel. Der Euro gab gegenüber seinem späten US-Kurs von 1,1694 nach und kostete 1,1684 Dollar. Die Käufer hielten sich jedoch zurück, da bei einem Kurs von 1,1747 Dollar, der Erstnotiz des Euro vom Januar 1999, eine Reihe von Optionen auslaufen.

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