Aber sinkende Gewinne
Phoenix vermeldet Rekordumsatz

Der Hamburger Automobilzulieferer Phoenix hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekordumsatz abgeschlossen. Nach vorläufigen Zahlen steigerte der Konzern den Umsatz um 13,3 % auf 1,1 Mrd. ? (2,15 Mrd. DM), teilte Phoenix am Montag in Hamburg mit.

dpa HAMBURG. "Selbst wenn wir das Umsatzplus um die Zukäufe von Unternehmen bereinigen, sind wir doppelt so stark gewachsen wie der Markt", sagte Phoenix-Chef Konrad Ellegast. Phoenix profitiere davon, in besonders erfolgreichen Automodellen mit seinen Zulieferungen vertreten zu sein, so beim Audi A4/Passat, der C-Klasse von Mercedes und allen Diesel-Fahrzeugen.

Bei den Gewinnen geriet Phoenix entgegen den eigenen Vorhersagen jedoch kräftig unter Druck. "Das Konzernergebnis ist nicht zufrieden stellend, da es mit der positiven Umsatzentwicklung nicht Schritt halten konnte", sagte Ellegast. Finanzchef Hans-Joachim Zwarg erwartet ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ungefähr auf dem Vorjahresniveau von 90 Mill. ?. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) und der Jahresüberschuss werden jedoch niedriger als im Vorjahr ausfallen. "Wir werden uns bemühen, die Dividende des Vorjahres von 61 Cent je Aktie wieder zu erreichen", sagte Zwarg. Er könne jedoch noch nicht sagen, wie der Vorschlag an den Aufsichtsrat tatsächlich aussehen werde.

Für das laufende Jahr wollte der Vorstand angesichts der unsicheren Konjunkturlage keine Ertragsprognose abgeben. "Die Abweichungen der Konjunkturprognosen von der Realität sind so groß, dass ich mich frage, wozu man sie überhaupt noch erstellt", sagte Ellegast. Er gehe aus heutiger Sicht aber davon aus, den Rekordumsatz des Vorjahres zumindest wieder zu erreichen.

Der Konzern beschäftigte zum Jahresende 10 300 Mitarbeiter, das sind gut 100 weniger als ein Jahr zuvor. Nach Verlagerungen der Produktion in osteuropäische Staaten und asiatische Schwellenländer arbeiten rund 40 % der Arbeitnehmer im Ausland.

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