Aber: Situation nicht verharmlosen
Experte: Internetattacken auf die USA sind noch "primitiv"

Bei den befürchteten Hacker-Attacken auf amerikanische Internetsysteme handelt es sich nach Expertenansicht noch um eine Auseinandersetzung mit relativ primitiven Mitteln.

dpa HAMBURG. "Da sind noch keine richtigen Computerspezialisten am Werk sondern erboste chinesische Bürger", meinte Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club und Mitglied der weltweiten Internet-Verwaltung Icann am Montag. Er wolle die Situation jedoch nicht verharmlosen. Es gebe jedoch noch keinen "Infowar".

So war auf der Webseite des US-Arbeitsministeriums eine Würdigung des chinesischen Piloten, der bei dem Zusammenstoß mit einem amerikanischen Spionageflugzeug ums Leben kam erschienen. Die US- Regierung hat für die erste Mai-Woche vor einem massiven Hacker- Ansturm aus China gewarnt.

Nach Angaben des Fernsehsenders ABC liefern sich amerikanische und chinesische Hacker seit geraumer Zeit einen wahren Kampf. Auch mehrere Online-Magazine im Internet berichteten von solchen Auseinandersetzungen. Seit Anfang April seien chinesische Regierungsseiten von Amerika aus angegriffen worden.

Gefährlich werde es erst, wenn sich "militärische Subeinheiten" beider Länder auf Computerebene bekämpfen würden, sagte Müller- Maguhn. Dann könnten wichtige Systeme lahm gelegt werden. Das wäre dann eine kriegerische Auseinandersetzung und vorherige Kriegserklärung. Vor so etwas hätten besonders die US-Amerikaner Angst. In den USA sei die Vorstellung weit verbreitet, dass das öffentliche Leben zusammenbreche, wenn das Internet nicht funktioniere.

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