Aber strikte Auflagen
Kartellamt macht Weg frei für Tankstellen-Fusionen

Die Behörde genehmigt die Fusionen von Shell mit Dea und von BP mit Aral. Allerdings müssen die Mineralölkonzerne Zugeständnisse machen und unter anderem Tankstellen verkaufen.

dpa BONN. Das Bundeskartellamt hat die geplanten Fusionen auf dem deutschen Mineralöl- und Tankstellenmarkt unter strikten Auflagen genehmigt. Diese Entscheidung gab der Präsident des Kartellamts, Ulf Böge, am Donnerstag in Bonn bekannt.

Der Mineralölkonzern Shell kann die RWE-Tochter Dea übernehmen. Der britische Ölmulti BP darf die Eon-Tochter Veba Oel erwerben, der auch das Aral-Tankstellennetz gehört. Sie müssen allerdings zusammen rund 1 500 rpt 1 500 Tankstellen - rund fünf Prozent ihres Absatzes - abgeben.

Dieses Zugeständnis mussten Shell und BP machen, damit die Fusion frei gegeben werden konnte, wie Böge erklärte. Sie kämen damit unter einen Marktanteil von 50 %.

Neben dem Tankstellen-Verkauf sollen weitere Verpflichtungen der Konzerne laut Böge sicherstellen, dass auch künftig die Versorgung der freien Tankstellenbetreiber mit Kraftstoffen garantiert wird. Diese freien Tankstellenbetreiber hatten befürchtet, dass ihnen auch auf der Versorgungsseite durch die Konzentration bei Raffinerien Probleme entstehen könnten.

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