Aberglaube
"Wir brauchen keine Hexerei mehr"

Gegen Deutschland wollen Winnie Schäfers Löwen mit fußballerischen Mitteln bezaubern - statt wie bisher auf magische Kräfte zu vertrauen. Ihre ganz persönlichen Rituale wollen sich die "Unbezähmbaren" dennoch nicht nehmen lassen.

HB/sid FUJIYOSHIDA. Im Kampf um den Einzug ins WM-Achtelfinale gegen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstag in Shizuoka (13.30 Uhr MESZ/live bei ZDF und Premiere) setzt Kamerun auf "11 Magier" statt auf Hexenkult. Lange glaubten die "unbezähmbaren Löwen" an die Kraft des Übersinnlichen, bei der Afrika-Meisterschaft 1998 war sogar ein Hexenmeister stets um das Team.

"Andere Mannschaften tun so etwas heute noch bei jedem Spiel. Es gibt viele verschiedene Glauben in Afrika. Bei der letzten Afrika-Meisterschaft schlachtete eine Mannschaft sogar ein Lamm", berichtete Patrick Suffo. "Wir haben uns in der Vergangenheit auch oft auf Hexerei verlassen", ergänzte der Stürmer von Sheffield United: "Aber wir spielen alle in Europa und sind weg von so was. Außerdem hat unsere Mannschaft inzwischen viele große Spiele und Turniere gewonnen. Wir haben nun genug Potenzial, und dann braucht man keine Hexerei mehr."

Teammanager Andre Nguidjol ist sich sicher: "Es gibt weiterhin viele Zauberer in Kameruns Delegation - 11 Magier auf dem Spielfeld. Abergläubisch sind die Spieler von Trainer Winfried Schäfer dennoch. "Seit ich 15 bin, trage ich bei Spielen Radlerhosen unter meiner Fußballhose", gibt Suffo zu.

Abwehrspieler Raymond Kalla, der in der kommenden Saison für Bundesliga-Aufsteiger VfL Bochum spielt, bekreuzigt sich vor jedem Spiel, Lauren (Arsenal London) klatscht demonstrativ in die Hände, Marc-Vivien Foe (Olympique Lyon) trägt Glücksschuhe. "Ein Spieler trägt sogar immer die gleiche Unterwäsche. Aber ich sage nicht wer", meint Suffo.

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