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Abfangjäger begleiten zivilen Flug

Eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Air Berlin ist im österreichischen Luftraum von zwei Abfangjägern vorsorglich eskortiert worden.

dpa BERLIN. Unternehmenssprecher Peter Hauptvogel bestätigte am Mittwoch den Zwischenfall vom Vortag. Grund für das Eingreifen des österreichischen Militärs war die offenbar verspätete Information der Radar-Kontrolle in Belgrad an die Wiener Flugüberwachung. Die Maschine landete pünktlich auf dem Zielflughafen Berlin-Schönefeld. Der Flug AB 2889 war vom griechischen Zakynthos Richtung Berlin gestartet. Dank der besonnenen Erklärung des Piloten hätten die Passagiere ruhig reagiert. "Offensichtlich handelte es sich um eine Überreaktion der zuständigen österreichischen Stellen", sagte der Sprecher.

"Als der Kontakt zu Wien Radar hergestellt war, erfuhr unsere Besatzung, dass bereits zwei Abfangjäger in der Luft waren, um die Air-Berlin-Maschine in Empfang zu nehmen." Anstatt andere Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen, habe "Wien Radar" sofort das Militär alarmiert. Zuvor wären jedoch Nachfragen bei den Radar- Kontrollen in Belgrad und Zagreb oder direkt beim betroffenen Piloten möglich gewesen, kritisierte Hauptvogel.

Das Verhalten sei um so verwunderlicher, als die Maschine bereits von Wien erwartet wurde und sich in richtiger Flughöhe und auf richtigem Kurs befand. Da anders als in Deutschland in Österreich kein direkter Funkkontakt zwischen zivilen und militärischen Flugzeugen besteht, hätten die Militärpiloten "erst viel später" von der inzwischen erfolgten Identifizierung des verdächtigen Flugobjektes erfahren. "Offenbar liegen seit den Terroranschlägen in den USA die Nerven blank, daher ist es zu dieser alpenländischen Episode gekommen", sagte Hauptvogel.

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