Abflauende Nachfrage in Europa
Goldman senkt Gewinnprognosen für europäische Chemietitel

Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihre kurzfristigen Gewinnprognosen für europäische Chemie-Konzerne gesenkt und dies mit vorsichtigeren Annahmen zum Geschäftsumfeld begründet.

rtr LONDON. Die Analysten nahmen nach Angaben vom Donnerstag die Ertragsprognosen 2001 und 2002 für die deutschen Konzerne BASF und Bayer, die niederländischen Unternehmen Akzo Nobel und DSM, die französische Rhodia und die belgische Solvay um drei bis acht Prozent zurück. Bei der Präsentation der Zahlen zum ersten Quartal würden sich die Konzerne vermutlich wegen einer abflauenden Nachfrage in Europa und den Folgen des nachlassenden US-Wirtschaftswachstums vorsichtig zu den Geschäftsbedingungen äußern.

Allerdings hätten europäische Chemie-Unternehmen auch im ersten Quartal besser da gestanden als ihre amerikanischen Wettbewerber, hieß es weiter. Zum einen hingen jene weniger stark von der US-Konjunktur ab, zum anderen sei die Nachfrage in Europa immer noch rege und der Energie- und Rohstoffkostendruck weniger schwer wiegend.

Die neuen Gewinnprognosen gründen sich den Angaben zufolge auf die momentanen Wechselkurse. Eine zurückhaltendere Beurteilung des Marktumfelds dürfte für Anleger keine Überraschung bieten, erklärten die Analysten weiter. "Unserer Ansicht nach sollten sich Investoren so positionieren, dass sie eventuelle (...) negative (Kurs-)Reaktionen als Kaufgelegenheiten für unsere bevorzugten Chemie-Titel sehen, unter anderem Bayer (...) und BASF", hieß es weiter.

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