Abgabe-Streit
Brasilien sorgt für neuen Ärger

Brasilien ist mit Rafinha (Schalke 04) und Diego (Werder Bremen) ins olympische Fußball-Turnier gestartet. Der Streit um die Freigabe der Profis hat sich damit weiter verschärft.

Im Streit um die Freigabe der Bundesliga-Profis Rafinha (Schalke 04) und Diego (Werder Bremen) hat der brasilianische Fußball-Verband Fakten geschaffen. Beide standen beim Auftaktmatch der "Selecao" am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) gegen Belgien in Shenyang in der Startformation. Der Abgabe-Streit mit den beiden Bundesliga-Klubs hat sich damit weiter verschärft.

"Damit schaffen die Brasilianer eine neue Situation, die wir als sehr gravierend einschätzen. Wir werden nun unser weiteres Vorgehen abstimmen", sagte Pressesprecher Gerd Voss von Schalke 04, dem Klub Rafinhas, dem Sport-Informations-Dienst (sid). Eine Reaktion des brasilianischen Verbandes CBF auf die Forderungen von Schalke habe es nach Angaben von Voss bis zum Anstoß des Spiels der "Selecao" gegen Belgien nicht gegeben.

Werder Bremen sah die Situation weniger prekär. "Es geht uns primär um einen Versicherungsschutz für Diego. Die Fifa hat sich gemeldet und uns signalisiert, dass es eine zufriedenstellende Lösung geben wird. Wir hoffen auf ein gutes Ende", sagte Werder-Pressesprecher Tino Polster dem sid.

Am Mittwoch hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS in Peking verkündet, dass für die U23-Spieler keine Abstellungspflicht seitens der Klubs bestehe. Neben den Bundesligisten Werder Bremen (wegen Diego) und Schalke 04 (Rafinha) war auch der spanische Topklub FC Barcelona (Lionel Messi) wegen der von der Fifa verfügten Abstellungspflicht vor den CAS gezogen. Andere Vereine können sich nun mit einem Widerspruch anschließen und ihre U23-Spieler zur Rückkehr zwingen.

Schalke und Bremen stellen Bedingungen

Schalke und Bremen wollen dies nicht tun, solange der brasilianische Verband drei Bedingungen erfüllt: Der Verband soll für die Zeit der Abstellung die Gehälter der Spieler übernehmen, eine zusätzliche Abstellungsgebühr in nicht genannter Höhe entrichten und zudem eine Unfallversicherung für die Profis abschließen. Hertha BSC Berlin, das durch den Serben Gojko Kacar betroffen ist, schloss sich den Forderungen an. Kacar saß beim Auftaktspiel der Serben gegen Australien in Shanghai zunächst auf der Ersatzbank.

© SID

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