Abgaben auf breiter Front
Der Dax verliert erneut

Schwächer ist der Dax am Mittwoch in den Handel gegangen. Gegen 9.39 Uhr verliert der Index 0,9 % bzw. 46 auf 5 262 Punkte. Dabei geht es unternehmens- oder branchenübergreifend nach unten.

vwd FRANKFURT. Das am Vortag veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen habe die Hoffnungen auf eine rasche Erholung der Konjunktur zerstört und wirke nach, erklärt ein Händler. Es sehe nun so aus, als ob auch der Konsum, bisher der letzte Halt für die angeschlagene US-Wirtschaft, nachgebe. "Das verdüstert das Bild", ergänzt er. Vor diesem Hintergrund erscheine dann das Preisniveau der Aktien wieder hoch.

"Nach dem Schock durch das US-Verbrauchervertrauen hofft der Markt nun, dass Wim Duisenberg am Donnerstag ein Einsehen hat", sagte ein Händler. Die Daten hätten Hoffnungen zunichte gemacht, dass sich die Weltkonjunktur-Lokomotive USA bald wieder in alter Bestform zeige. Die Märkte hätten darauf mit klaren Abgaben reagiert. "Dieser Trend könnte von einem entschlossen Schritt der Europäischen Zentralbank umgedreht oder zumindest gebremst werden", sagt ein Händler. Mittlerweile habe der Markt eine Zinssenkung um 0,25 %punkte "eigentlich eingepreist", daher könnte ein Ausbleiben des Schrittes den Abgabedruck verstärken, warnt ein Beobachter.

Thyssen-Krupp stellt sich gegen den Markt

Nur drei Werte stemmen sich dem Trend entgegen und legen zu, in der Spitze Thyssen mit plus 0,3 % auf 15,20 Euro. Das führen Beobachter auf eine Erholung nach den Verlusten vom Vortag zurück. Trotz des Dementis von Roche, die Pharmasparte von Bayer übernehmen zu wollen, hält sich Bayer recht gut und gibt lediglich 0,2 % auf 35,76 Euro ab. Die Fantasie sei aus den Werten noch nicht heraus. Zudem verweisen Beobachter auf die Vorgaben aus den USA, denn trotz der Schwäche der US-Börsen hätten sich die Chemietitel recht stabil gezeigt.

Unter Druck sehen Marktteilnehmer hingegen wieder die Technologiewerte. Dabei verweisen sie auf die Nasdaq, die deutlich schlechter aus dem Handel gegangen sei als der Dow. Da helfe es Infineon nicht, dass Intel bekräftige, im zweiten Halbjahr einen Aufschwung zu erwarten. Das genüge im derzeitigen Umfeld nicht, um einen erneuten "Cisco-Effekt" auszulösen, meint ein Händler. Infineon verlieren 2,6 % auf 25,55 Euro, Epcos 3,8 % auf 43,90 EUR und Siemens um 2,2 % auf 58,02 Euro. Ebenfalls nicht gefragt sind die Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister. "Das ist der Bereich, der von einem Abschwung besonders hart getroffen wird", so ein Händler. HypoVereinsbank fallen um 2,7 % auf 46,51 Euro und MLP um 2,2 % auf 70,14 Euro. Damit halbieren sich die Anfangsverluste. Beobachter verweisen auf das gute Ergebnis von AWD, das über den Erwartungen lag. Der MLP-Konkurrent konnte damit seine eigenen Prognosen erreichen. AWD steigen um 3,6 % auf 32,41 EUR. Im Vergleich sei MLP aber immer noch teuer, heißt es.

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