Abgabenlast des Mittelstandes als zu hoch beklagt
Handwerk fordert Vorziehen der Steuerreform-Endstufe

ap BERLIN. Nach Industrie und Handel hat jetzt auch das Handwerk die Bundesregierung aufgefordert, die für 2005 geplante höchste Entlastungstufe der Steuerreform um mindestens ein Jahr vorzuziehen. Die Abgabenlast für den Mittelstand sei immer noch zu hoch, sagte der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hanns-Eberhard Schleyer, am Freitag im Berliner Inforadio. Handwerker seien ganz besonders auf weitergehende Entlastungen angewiesen, weil sie nicht vom Export profitierten.

Anlässlich des In-Kraft-Tretens der ersten Stufe der Steuerreform am 1. Januar hatten der Bundesverband der Deutschen Industrie sowie der Deutsche Industrie- und Handelstag verlangt, den letzten der drei Schritte vorzuverlegen. Mit der ersten Stufe sinkt die Steuerlast von Bürgern und Unternehmen um 45 Mrd. DM. Die volle Entlastung von 62,5 Mrd. DM wird 2005 wirksam.

Schleyer beklagte eine Ungleichbehandlung der kleinen und mittleren Firmen gegenüber Kapitalgesellschaften. Er schloss sich damit der Kritik von BDI und DIHT an. Gut 85 % der deutschen Unternehmen sind mittelständische Betriebe, die Einkommensteuer zahlen. Die Körperschaftsteuer, die von Kapitalgesellschaften entrichtet wird, beträgt seit 1. Januar 25 %, der Spitzensatz der Einkommensteuer sank auf 48,5 sinkt und wird 2005 bei 42 % liegen.

Die Schere sei nach wie vor zu groß, betonten die Verbände. Um die Ungleichbehandlung des Mittelstands früher zu mildern, sei es notwendig, die höchste Reformstufe vorzuziehen.



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