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Abgabenordnung Finanzgerichtsordnung

BFH-Urteilvom 11.03.2004 00:00:00 - VII R 52/02
Bundesfinanzhof
Abgabenordnung/Finanzgerichtsordnung


AO 1977 §§ 34, 35, 69; FGO § 102 Satz 2

Eine Inhaftungnahme des nominell bestellten Geschäftsführers für die Steuerschulden der GmbH ist auch dann von der Finanzbehörde in Betracht zu ziehen, wenn dieser lediglich als Strohmann eingesetzt worden ist.

Die Vorschrift des § 102 Satz 2 FGO i. d. F. des StÄndG 2001 gestattet es der Finanzbehörde nur, bereits an- oder dargestellte Ermessenserwägungen zu vertiefen, zu verbreitern oder zu verdeutlichen. Nicht dagegen ist sie befugt, Ermessenserwägungen im finanzgerichtlichen Verfahren erstmals anzustellen, die Ermessensgründe auszuwechseln oder vollständig nachzuholen.

BFH-Urteil vom 11.03.2004 - VII R 52/02



(DATEV-LEXinform-Nr. 0817563)



Quelle: DER BETRIEB, 12.05.2004

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