Abhängig von EU-Bescheid
Daimler-Chrysler entscheidet noch 2001 über Motorenwerk

Die Daimler-Chrysler AG will nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr gemeinsam mit Mitsubishi Motors entscheiden, ob ein geplantes Motorenwerk für 244 Mill. ? in Ostdeutschland oder Ungarn errichtet wird.

rtr STUTTGART. Die Europäische Kommission prüfe derzeit noch den Antrag der Bundesrepublik auf Subventionen von bis zu 64 Mill. ? - mehr als ein Viertel des Investitionsvolumens - für den ostdeutschen Standort in Kölleda in Thüringen, teilte Daimler-Chrysler am Freitag mit. Die Standortentscheidung werde nach dem Bescheid aus Brüssel bekannt gegeben, "voraussichtlich im Dezember 2001". In dem Werk entstünden unabhängig vom Standort etwa 500 neue Arbeitsplätze.

In Kreisen der EU-Kommission hatte es zuletzt geheißen, für ein Motorenwerk in Thüringen sollten Subventionen fließen, die Höhe sei aber noch unklar. Der Chief Operating Officer (COO) von Mitsubishi Motors, Rolf Eckrodt, hatte vergangene Woche bei der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) Ungarn ebenso wie Ostdeutschland als mögliche Standorte genannt. Nach seinen Angaben sollen in dem Werk Benzinmotoren mit 1,1 Liter, 1,3 Liter und 1,5 Liter Hubraum für ein Kleinwagenprojekt von Mitsubishi und der Daimler-Tochter Smart gefertigt werden.

Daimler-Chrysler ist an dem Verluste schreibenden japanischen Hersteller mit rund 37 % beteiligt. Nach Eckrodts Angaben sind die Motoren für einen Viersitzer mit zwei beziehungsweise vier Türen ("Projekt Z") gedacht, der in den Niederlanden und Japan produziert werden soll. Das Auto werde im Jahr 2004 in Europa vorgestellt. Auch die USA kämen in Zeiten knapper Rohstoffe als Markt in Frage. Nach bisherigen Angaben soll der Wagen unter den Marken Smart und Mitsubishi vertrieben werden.

Ein Daimler-Chrysler-Sprecher ergänzte am Donnerstag auf Anfrage, der Zeitpunkt der EU-Entscheidung sei unklar, und der deutsch-amerikanische Konzern wolle keinen Zeitdruck ausüben. Die Planung für das Motorenwerk laufe seit zwei Jahren, seitdem seien auch beide jetzt noch in Frage kommenden Standorte im Gespräch. In Ungarn gehe es um den Ort Nyergesujfalu.

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