Abhängigkeit vom US-amerikanischen Markt
Nissan lässt im Halbjahr Verlustzone hinter sich

vwd YOKOHAMA. Nissan Motor Co. Ltd., Yokohama, hat im ersten Halbjahr (per 30. September) des laufenden Geschäftsjahres einen konsolidierten Nettogewinn von 172,00 Mrd Yen verzeichnet. Im Vorjahreszeitraum war ein Nettoverlust von 323,51 Mrd Yen angefallen. Der japanische Automobilhersteller begründete diese Entwicklung am Montag mit stärken Umsätzen im Ausland sowie mit aggressiven Einsparungsmaßnahmen in den Bereichen Administration und Autoteile-Zulieferung. Der Betriebsgewinn erhöhte sich im Berichtszeitraum um 129,7 % auf 134,37 (58,50) Mrd. JPY.

Der 0,9-prozentige Umsatzrückgang auf 3,018 (3,045) Bill Yen sei dagegen auf den starken Yen zurückzuführen, wodurch die 5,7-prozentige Absatzsteigerung auf 1,337 Mill. Fahrzeuge ohne positive Auswirkungen auf den Umsatz geblieben sei. Auf Grund der Kostenreduzierungsmaßnahmen rechnet das Unternehmen für das Gesamtgeschäftsjahr per 31. März 2001 mit einem Nettogewinn von 250 Mrd Yen nach einem Nettoverlust von 684,4 Mrd Yen im vergangenen Geschäftsjahr. Für das Betriebsergebnis prognostizierte Nissan einen 166-prozentigen Anstieg auf 250 Mrd Yen.

Dabei soll der Umsatz bei einer Absatzsteigerung von 7,9 % auf 2,715 Mill. Fahrzeuge um 2,1 % auf 6,1 Bill Yen zulegen. Nissan-Finanzvorstand Thierry Moulonguet bezifferte die bisherigen Auswirkungen der Einsparungen auf das Betriebsergebnis mit 202 Mrd Yen. Während man bis März 2003 Einsparungen von rund 20 % anstrebe, seien bis zum Ende des Geschäftsjahres 2000/2001 Einsparungen von zehn Prozent im Zulieferungsbereich geplant, erklärte er. Bisher habe Nissan die Zahl der Zulieferer, die sich im Vorjahr noch auf von rund 1 145 belief, halbiert, erläuterte Moulonguet.

Die Wechselkursauswirkungen dürften sich seiner Ansicht nach jedoch weiterhin belastend auf die Unternehmensergebnisse auswirken. Nissan hoffe jedoch, mit dem neuen Automodell X-Trail dem 9,4-prozentigen inländischen Absatzrückgang auf 335 000 Fahrzeuge im ersten Halbjahr entgegenwirken und künftig wieder Marktanteile gut machen zu können. Laut Moulonguet will Nissan in den kommenden drei Jahren weltweit insgesamt 22 neue Modelle auf den Markt bringen. Analysten kritisieren indes die zunehmende Abhängigkeit des Unternehmens vom nordamerikanischen Markt und der künftigen konjunkturellen Entwicklung in Nordamerika.

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