Abkommen unterzeichnet
Scharon vor Bildung einer rechten Koalitionsregierung

Nach Berichten vom Sonntag wird die neue, von rechten Parteien dominierte Koalition zunächst nur aus der Likud-Partei (40 Abgeordnete), der rechts-religiösen, siedlernahen Nationalreligiösen Partei (NRP/ 6 Mandate) sowie der bürgerlichen Schinui-Partei (15 Mandate) bestehen.

HB/dpa JERUSALEM. Die Arbeitspartei, mit 19 Sitzen die stärkste Oppositionspartei, wird dem Regierungsbündnis jedoch nicht angehören. Mit 61 der 120 Knesset-Mandate würde Scharons Koalition zunächst nur über die knappste mögliche Mehrheit verfügen.

Vertreter des Likud und der siedlernahen NRP hatten am frühen Sonntagmorgen ein Abkommen unterzeichnet, wonach die religiöse Partei die einflussreichen Ministerien für Wohnungsbau und Arbeit erhält. Zuvor waren Gespräche Scharons mit dem Vorsitzenden der Arbeitspartei, Amram Mizna, über eine mögliche Regierungsbeteiligung gescheitert.

Nach Rundfunkberichten informierte Scharon Oppositionsführer Mizna am Morgen über seine Koalitionspläne. Mizna und Scharon hatten sich am Freitag nicht auf eine gemeinsame Linie bei möglichen Verhandlungen mit den Palästinensern über die Beendigung des Nahostkonflikts einigen können. Der Vorsitzende der Schinui-Partei Josef Lapid, äußerte jedoch am Sonntag die Hoffnung, dass die ehemaligen Sozialdemokraten der Koalition dennoch beitreten würden.

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