Ablehnung hätte für Pakistan zu "ernsthafter Bedrohung" geführt
Musharraf rechtfertigt Antiterror-Allianz mit USA

Pakistan hätte sich nach den Worten von Präsident Pervez Musharraf einer "sehr ernsten Bedrohung" ausgesetzt, wenn es sich der US-geführten Antiterror-Allianz verweigert hätte.

afp ISLAMABAD. "Die Gefahr für unser strategisches Interesse hätte darin bestanden, dass Indien der internationalen Allianz beigetreten und Pakistan durch seine Weigerung isoliert worden wäre", sagte Musharraf am Montag im staatlichen Fernsehen. "Das wäre zu einer sehr ernsten Bedrohung für Pakistan geworden", sagte der Militärmachthaber. Den Erzfeind Indien warnte Musharraf, "keinen Vorteil" aus der Afghanistan-Krise zu ziehen. Pakistan sei in der Lage, sein Territorium zu verteidigen. Indien beschuldigt Islamabad, militante Moslemrebellen in der umstrittenen Unruheprovinz Kaschmir zu unterstützen.

Vor der geplanten Demonstration gegen die Nutzung eines Luftwaffenstützpunktes durch die USA nahm die pakistanische Polizei nach eigenen Angaben mehr als 250 radikale Islamisten fest. Ein Sprecher der religiösen Jamaat-i-Islami-Partei, die zu Protesten an der Jacobabad-Luftbasis aufgerufen hatte, sprach von bis zu 1000 Festnahmen. Der Flughafen von Jacobabad, 500 Kilometer nordöstlich von Karachi, ist einer von vier Stützpunkten, die Islambad der US-Luftwaffe für ihre Angriffe gegen Afghanistan zur Verfügung stellte.

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