ABM-Projekte sind zu teuer
Wirtschaftsexperten fordern Abbau der ABM

Führende Wirtschaftsexperten plädieren für einen starken Abbau der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM). Im Gegenzug sollte verstärkt auf Lohnsubventionen gesetzt werden. Auf diese Weise könne die Arbeitslosigkeit in Deutschland nachhaltig bekämpft werden, betonten die Präsidenten des Münchner ifo-Instituts und des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA), Hans-Werner Sinn und Thomas Straubhaar, in der "Berliner Zeitung" (Dienstagausgabe).

ddp BERLIN. Straubhaar sprach sich dafür aus, Lohnzuschüsse all jenen Beschäftigungslosen zu zahlen, die bei Arbeitsaufnahme "nur niedrige Einkommen unter dem Sozialhilfesatz" erzielten. Der HWWA-Chef betonte, damit ließen sich zwar nicht alle 3,8 Millionen Arbeitlosen von der Straße holen, bestimmt aber "einige Hunderttausend".

Zudem sei wünschenswert, dass die ABM-Projekte "relativ rasch" zurückgefahren würden. ABM seien teuer, brächten aber zu wenige Erwerbslose in eine feste Beschäftigung und unterdrückten privatwirtschaftliche Aktivitäten, kritisierte Straubhaar.

Sinn empfahl der Bundesregierung, insbesondere die Sozialhilfe "kostenneutral in eine Lohnsubvention für einfache Arbeit" zu verwandeln. Diese Subventionen sollten allerdings an die Betroffenen selbst und nicht an die Arbeitgeber gezahlt werden. ABM hält der Wirtschaftsexperte lediglich für eine "sinnvolle Ergänzung für jene, die trotz der Sozialhilfe für Beschäftigte zunächst keine Arbeit finden".

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