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ABN Amro rechnet 2004 mit Gewinnplus von 'mindestens' zehn Prozent

(dpa-AFX) Amsterdam - Die viertgrößte Bank der Eurozone, ABN Amro < Aaba.ASX > < AAR.ETR > , rechnet nach einem gutem ersten Halbjahr beim Gewinn vor Sonderposten 2004 mit einem Plus von "mindestens" zehn Prozent. Der operative Gewinn soll auf dem Niveau des Vorjahres liegen, teilte das im Eurostoxx 50 < Sx5e.DJX > notierte niederländische Unternehmen am Montag in Amsterdam mit. Die Bank will den Gewinnanstieg ohne die Erlöse aus dem Verkauf der Bank of Asia und Leaseplan erreichen.

(dpa-AFX) Amsterdam - Die viertgrößte Bank der Eurozone, ABN Amro < Aaba.ASX > < AAR.ETR > , rechnet nach einem gutem ersten Halbjahr beim Gewinn vor Sonderposten 2004 mit einem Plus von "mindestens" zehn Prozent. Der operative Gewinn soll auf dem Niveau des Vorjahres liegen, teilte das im Eurostoxx 50 < Sx5e.DJX > notierte niederländische Unternehmen am Montag in Amsterdam mit. Die Bank will den Gewinnanstieg ohne die Erlöse aus dem Verkauf der Bank of Asia und Leaseplan erreichen.

Im zweiten Quartal sank der operative Gewinn bei höheren Erträgen und gestiegenen Kosten um knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreswert auf 1,59 Milliarden Euro. Der Überschuss stieg von 782 Millionen Euro im Vorjahr auf 987 Millionen Euro. Von AFX News befragte Experten hatten hier im Durchschnitt mit einem Anstieg auf 779 Millionen Euro gerechnet.

Die Aktie verlor am späten Vormittag in einem schwachen Marktumfeld leicht an Wert. Vor allem die überraschend hohen Kosten der Bank drückten die Stimmung. "Für Enttäuschung sorgte der unerwartet hohe Anstieg der Kosten", hieß es in einer Helabatrust-Analyse. Außerdem sei der Gewinnanstieg zum Teil auf Sondererlösse zurückzuführen. Die ABN-Amro-Aktie verlor bis zum Mittag 1,15 Prozent auf 17,20 Euro. Der Eurostoxx 50 gab gleichzeitig 1,11 Prozent auf 2.689,84 Punkte nach.

Kosten Legen UM Sieben Prozent ZU

Die Summe der Erträge legte um 4,0 Prozent auf 4,77 Milliarden Euro zu. Beim Zinsüberschuss verzeichnete ABN Amro ein Plus von knapp sieben Prozent auf 2,57 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss stieg um 14 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro. Bei den Kosten verzeichnete die Bank einen Anstieg um sieben Prozent auf 3,18 Milliarden Euro. Sal.Oppenheim-Analyst Thomas Rothäusler stufte die Zahlen als gut ein: "Positiv war der deutlich besser als allgemein erwartete Nettogewinn, der vom Zinsergebnis und den niedrigen Risikorückstellungen angetrieben wurden."

Die Risikovorsorge sank laut ABN Amro von 305 Millionen Euro im Vorjahr auf 154 Millionen Euro. Finanzvorstand Tom de Swaan sagte außerdem, dass er bei der Risikovorsorge für den Rest des Jahres mit einem "niedrigen" Niveau rechnet. ABN Amro kündigte zudem an, möglicherweise einen Teil der aus dem Verkauf der Unternehmenssparte Leaseplan in ein Aktienrückkaufprogramm zu stecken. "Wir werden Kapital an unsere Aktionäre zurückgeben, wenn wir keine andere sinnvolle Investition finden", sagte ABN-Amro-Chef Rijkman Groenink.

Spartenverkäufe

ABN Amro rechnet bis Ende des dritten Quartals mit einem Abschluss des 2,1 Milliarden Euro teueren Leaseplan-Verkaufs an Volkswagen < VOW.ETR > , Olayan Group und Mubadala Development Group. Der Verkauf war im April angekündigt worden. Der ebenfalls im zweiten Quartal angekündigte Verkauf des 80,77-prozentigen Anteils an der Bank of Asia an United Overseas Bank (UOB) wurde Ende Juli abgeschlossen. Die UOB habe rund 22 Milliarden thailändische Baht (rund 440 Millionen Euro) gezahlt.

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