ABN Amro stuft Infineon auf "Sell"
Analysten bewerten Infineon-Zahlen unterschiedlich

Die jüngsten Geschäftszahlen des Münchener Halbleiterherstellers Infineon haben bei Analysten ein unterschiedliches Echo hervorgerufen.

ddp/vwd FRANKFURT/MAIN. So stufte ABN Amro die Infineon-Aktie am Dienstag von "Hold" auf "Sell" und verwies darauf, dass das Unternehmen im Bereich DRAM-Speicher immer noch unter einem Markt leide, in dem es zu viele Investitionen, eine Überversorgung und zu niedrige Preise gebe. Auch andere Geschäftsfelder stünden deutlich unter Druck.

Die Analysten von M.M. Warburg bezeichneten die Zahlen zwar als leicht unter ihren Erwartungen. Trotz des höheren Verlustes ergebe sich jedoch keine signifikante Änderung des Szenarios. Daher werde die Schätzung für die Folgejahre und auch die Einstufung "Kauf" beibehalten.

CSFB: Solide Kapitalsituation

Die Analysten von Credit Suisse First Boston (CSFB) erwarten kurzfristig Druck auf den Aktienkurs, da die Höhe der Verluste bei Infineon überraschen könnte. Auf Grund der geringeren Bewertung könnte sich die Aktie jedoch besser präsentieren als andere Werte aus dieser Branche. Die Kapitalsituation bei Infineon sei jedoch "solide". Bei einer Cash-Burn-Rate von 500 Mill. Euro im Quartal und einer angenommenen Nettoverschuldung von rund einer Milliarde Euro sei der Chiphersteller bis Juni "in einer sicheren Position". Allerdings werden die Analysten "vermutlich" ihre Ergebnisprognose für das kommende Geschäftsjahr senken.

Auch für Karsten Iltgen von der WestLB scheint Infineon in guter Verfassung - "deutlich besser als erwartet". Die Belastungen für die Abschreibung von Lagerbeständen und Restrukturierungsmaßnahmen seien zwar etwas höher als erwartet, Umsatz und Gewinn aber etwas besser, fügte er hinzu.

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