Abnahme von 43 Airbus- und Boeing-Maschinen verschoben
United Airlines kauft weniger Flugzeuge

Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines hat die Abnahme von 43 neuen Airbus - und Boeing-Flugzeugen verschoben, deren Auslieferung für 2002 und 2003 geplant war. Damit will die zweitgrößte Airline der Welt 2,5 Mrd. $ (5,5 Mrd. DM/2,8 Mrd. Euro) sparen, teilte sie am Freitag nach Börsenschluss mit.

dpa-afx CHICAGO. Die United will in dem Zweijahreszeitraum statt der bestellten 67 Maschinen nur 24 abnehmen. Das Unternehmen wird im Jahr 2002 nur 24 der 49 bestellten Flugzeuge übernehmen und keine der für 2003 bestimmten Maschinen. United gab nicht bekannt, wie viele der betroffenen Flugzeuge von Airbus und von Boeing kommen sollten.

United wird hingegen alle der für 2001 bestimmten 43 Flugzeuge übernehmen, von denen der größte Teil bereits vor dem 11. September ausgeliefert worden war, dem Tag der Terroristenattacken.

"Die Abkommen zur Verschiebung der Flugzeugauslieferungen für den kritischen Zeitraum 2002-2003 werden die geplanten Investitionen erheblich verringern und unsere Kapazität der erwarteten Nachfrage besser anpassen", erklärte Finanzchef Jake Brace. Die United wird Ende 2001 über eine Flotte von 543 Flugzeugen verfügen und Ende 2002 insgesamt 567 im Dienst haben.

Finanzierung gesichert

Die Gesellschaft hat die Finanzierung für alle der bis Ende 2002 auszuliefernden Flugzeuge gesichert. United hatte Ende Oktober 2,7 Milliarden Dollar liquide Mittel und wollte sich im vierten Quartal zusätzlich eine Milliarde Dollar beschaffen.

Die Aktien der United-Mutter UAL waren innerhalb von vier Tagen um 35 Prozent in die Höhe geschossen. Die anderen amerikanischen Airline-Aktien befanden sich wegen der sehr stark gefallenen Flugtreibstoff-Preise und der neuen Flughafen-Sicherheitsmaßnahmen Washingtons ebenfalls auf Höhenflug.

Auch andere Fluggesellschaften wollen Abnahme verschieben

Boeing hatte nach den Terroristenangriffen die Entlassung von 20 000 bis 30 000 Mitarbeitern angekündigt. Boeing rechnet für dieses Jahr mit Gesamtauslieferungen von 522 Flugzeugen. Die Auslieferungen dürften aber in 2002 auf 350 bis 400 Maschinen absacken, und der Abwärtstrend dürfte sich auch im Jahr 2003 fortsetzen, hatte Boeing kürzlich mitgeteilt.

Auch die meisten anderen US-Fluggesellschaften wollten die Abnahme von Flugzeugen im Gefolge der Terroristenanschläge und des damit verbundenen starken Rückgangs des Flugreiseverkehrs verschieben. Sie haben ebenso wie United Massenentlassungen durchgeführt und ihre Flugkapazitäten teilweise um 20 Prozent reduziert.

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