Absage von beiden Verbänden
Wirtschaft sagt Anti-Teuro-Gespräche ab

Nach dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) zieht sich nun nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband aus dem so genannten Anti-Teuro-Gespräche zurück.

Reuters BERLIN. Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Montag in Berlin, sein Haus habe für das Arbeitstreffen am nächsten Mittwoch von beiden Verbänden eine Absage erhalten. Hintergrund dieser Entscheidung sind Pläne des Verbraucherschutzministeriums, Preissünder im Zusammenhang mit der Euroeinführung auf einer Internetseite namentlich aufzuführen.

"Die Nennung der Unternehmen widerspricht der Vereinbarung auf dem Gipfel, dass es keine Hetzjagd auf vermeintlich schwarze Schafe und damit keinen Pranger geben darf", sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das Verbraucherschutzministerium kritisierte das Verhalten der Wirtschaftsverbände. "Bei uns herrscht ein gewisses Unverständnis darüber, weil wir eigentlich immer davon ausgegangen sind, dass die Wirtschaft ein gewisses Interesse daran haben müsste, nicht pauschal am Pranger zu stehen", sagte der Sprecher.

Ende Mai hatte sich eine Runde aus Politik, Handel und Verbraucherverbänden auf eine Beschwerdeseite geeinigt, um auf den Unmut der Verbraucher über gestiegene Preise im Zuge der Euro-Einführung zu reagieren. Nach Darstellung des Verbraucherschutzministeriums sei damals schon vereinbart worden, Firmen namentlich zu aufzuführen. Die Einladung an die Wirtschaftsverbände bestehe trotz der Absage weiter, sagte der Ministeriumssprecher: "Der Tisch steht, die Stühle sind bereit."

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