Absatz auch im November gesteigert
BMW steht dank "Mini" noch groß dar

Nur dank des neuen Kleinwagens "Mini" hat BMW auch im November seinen Autoabsatz gesteigert. Das konzernweite Verkaufsziel von mehr als einer Million verkauften Autos in diesem Jahr kann der Münchener Autobauer nun praktisch nicht mehr verfehlen.

Reuters MÜNCHEN. Mit 85 100 Fahrzeugen seien im November mehr als vier Prozent mehr Autos verkauft worden als im Vorjahresmonat, teilte BMW am Montag in München mit. Im Monatsvergleich schwächte sich das Absatzwachstum damit ab: Im Oktober 2002 hatte BMW inklusive "Mini" noch neun Prozent über dem Vorjahresmonat gelegen. Ohne den "Mini" sei der November-Absatz um 4,6 Prozent auf 71 500 Stück zurückgegangen.

In den ersten elf Monaten 2002 liege der Absatz von BMW insgesamt noch 17 Prozent über dem Vorjahreszeitraum bei 976 300 Einheiten, erklärte BMW. Damit ist klar, dass die Zielmarke von konzernweit über einer Million verkaufter Einheiten im Gesamtjahr auch bei einem schwachen Dezember erreicht würde. Anpassen oder präzisieren wolle BMW seine Ziele so kurz vor dem Jahresende aber nicht mehr, sagte ein Firmensprecher.

Auch beim Mini ist das - mehrmals erhöhte - Absatzziel von 140 000 Stück im Gesamtjahr kaum noch zu verfehlen: Fast 134 000 waren bis Ende November an die Kunden ausgeliefert, die meisten davon im Ursprungsland der Marke Großbritannien. Zufrieden zeigte sich BMW auch mit dem Geländewagen X5, dessen Absatz von Januar bis November mit 92 900 Stück um 24 Prozent über dem Vergleichszeitraum gelegen habe. Die seit November 2001 verkauften großen Limousinen der neuen 7er-Reihe seien 46 200-mal verkauft worden.

Zu einer Meldung des Nachrichtenmagazins "Focus", wonach BMW für sein neues Werk in Leipzig weniger Beihilfen bekommen soll als beantragt, wollte sich BMW am Montag nicht äußern.

Das Magazin hatte berichtet, EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti habe aus Wettbewerbsgründen entschieden, dass die Finanzspritze für BMW von Bund und Land Sachsen höchstens 363 Millionen Euro betragen dürfe. BMW will früheren Angaben zufolge in das neue Werk 1,2 Milliarden Euro investieren und hat staatliche Beihilfen von 416,6 Millionen Euro beantragt. Der Generaldirektor der EU-Wettbewerbsbehörden, Alexander Schaub, hatte bereits im Juli gesagt, dass eine Genehmigung der vollen Summe weniger wahrscheinlich sei.

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