Absatz in den USA ging um sieben Prozent zurück
Schwache PKW-Absätze belasten Auto-Aktien

Die Papiere der deutschen Automobilbauer haben am Dienstag angesichts insgesamt rückläufiger Absatzzahlen auf dem wichtigen US-Markt im Februar zum Teil Kursverluste hinnehmen müssen.

Reuters FRANKFURT. Angeführt wurde die Verliererliste vom Sportwagenhersteller Porsche, dessen Papiere mehr als acht Prozent auf 276,44 Euro verloren. Porsche hatte im Februar in den USA 37 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Das außerordentlich schlechte Wetter sowie die unsichere Verfassung des amerikanischen Marktes insgesamt machte Porsche für die Zahlen verantwortlich. "Porsche-Papiere haben sich über die letzten Jahre deutlich besser gehalten als andere Aktien, da sind offenbar jetzt viele bereit, auf die schlechte Nachricht Gewinne mitzunehmen", sagte ein Händler.

Über die ganze Branche hinweg ging der Absatz in den USA um sieben Prozent zurück, wobei der Branchenprimus General Motors einen Rückgang von 19 Prozent verbuchte. Für die meisten deutschen Hersteller lagen am Dienstagmittag noch keine gesonderten Daten vor. Analysten hielten die Abschlägen vor allem bei BMW und Porsche für übertrieben. Angesichts des bevorstehenden, viel beachteten Autosalons in Genf dürften Automobilwerte auch in den kommenden Tagen im Blickpunkt stehen.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) lag am Mittag 1,31 Prozent im Minus bei 2515 Punkten. Neben den Kursverlusten bei den Fahrzeugherstellern lasteten Einbußen beim Indexschwergewicht Deutsche Telekom auf dem deutschen Leitindex.

BMW schwächster Dax-Wert der Branche

BMW-Papiere wiesen unter den im Dax vertretenen deutschen Autowerten mit mehr als fünf Prozent auf 24,89 Euro den stärksten Abschlag auf, obwohl die Absatzzahlen des Unternehmens aus den USA zur Mittagszeit noch nicht vorlagen. "Da wird offenbar gespielt, dass die Absatzzahlen in den USA schlecht ausfallen werden. Aber einen dramatischen Einbruch kann ich mir nicht vorstellen, schließlich ist der 7er (das BMW-Flagschiffprodukt) in den USA gut angekommen. Wenn man sieht, dass die Mercedes-Benz-Absätze sogar gestiegen sind, ist eigentlich nicht mit heftigen Einbrüchen zu rechnen", sagte Tino Morgner, Auto-Analyst bei der WGZ-Bank.

Der deutsche-amerikanische Hersteller DaimlerChrysler konnte den Absatz von Fahrzeugen der Marke Mercedes um gut acht Prozent steigern, während bei Chrysler die Verkäufe um vier Prozent zurückgingen. Die Daimler-Aktien verloren bis zum Mittag 2,3 Prozent auf 27,75 Euro.

Papiere des Volkswagen-Konzerns (VW) büßten 2,6 Prozent auf 35,98 Euro ein, obwohl noch keine detaillierten Absatzinformationen vorlagen. Vertriebschef Robert Büchelhofer hatte am Morgen in Genf gesagt, der Absatz der Marke VW habe sich im Januar und Februar insgesamt zum Vorjahr erhöht.

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