Absaugen von Rettungsringen ist sehr gefragt
Die Herren-Schneider

In Nord- oder Südamerika, im Reich der Mitte oder hier zu Lande: Männer lassen sich optisch aufbessern.

Millionen von alternden Baby-Boomern haben den Höhepunkt ihrer Einkommenskurve erreicht, viele haben geerbt, waren schon zweimal auf Tahiti, und schnelle Autos sind auch nicht alles. Glück total? Wenn der Mann von Mitte vierzig morgens in den Spiegel guckt, sieht er immer öfter älter aus, als er sich fühlt.

Dagegen lässt sich was machen. Dabei spielen die USA wie so oft eine Vorreiterrolle. Im Kampf gegen das natürliche Altern, notiert der Berufsverband American Society of Plastic Surgeons, wurden im vergangenen Jahr in den USA 8,7 Millionen Schönheitskorrekturen ausgeführt, ein Drittel mehr als 2002. Zwar gehen noch immer gut vier Fünftel auf das Konto der Frauen, aber die Zahl der nachgebesserten Männer wächst. 1,1 Millionen Eingriffe im vergangenen Jahr leisteten sich Männer, berichtet der Verband American Society for Aesthetic Plastic Surgery, 31 % mehr als 2002.

Nicht nur Anzüge kann man so raffiniert zuschneiden, dass Problemzonen kaschiert werden, sondern beinahe den ganzen Mann. "Es ist heute allgemein akzeptiert, dass Leute nicht mehr ihrem Alter gemäß aussehen müssen", sagt der US-Schönheitschirurg George Marcells. Die Hitliste der Eingriffe am Amerikaner: Absaugen von Rettungsringen um die Hüften, eine andere Nase und das Anheben hängender Augenlider. Sehr beliebt sind auch Haartransplantationen und: Brustreduktion.

"Die Zahl der Männer, die sich die Gesichtshaut straffen lassen, hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt", sagt Robert Murphy vom Lehigh Valley Hospital in Pennsylvania. Wobei nicht alle männliche Kunden ihre Entscheidung ganz freiwillig treffen: Rund 40 % der Kunden kommen, weil ihre Frau oder Freundin Druck ausgeübt hat.

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